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Kölner Zeitgeschichte ab 100.000 vor Chr. [Quelle: Kölnerbucht.de]

Hier findest Du die wichtigsten Ereignisse der kölner Geschichte in chronologischer Aufzählung wieder, bis zum Jahre 2002.


um 100000 v.Chr.

Die ältesten Spuren menschlichen Lebens im Kölner Raum deuten auf Wohnstellen altsteinzeitlicher Menschen.

 

um 5500 v.Chr.

Erste Bauern werden seßhaft und praktizieren damit eine Lebensweise, die nicht dem damals üblichen Nomadentum der Jäger und Sammler entspricht. Die erste bekannte Siedlung der Bandkeramiker entsteht.

 

ab 1200 v.Chr.

Ausläufer der Urnenfelderkultur beeinflussen das Rheinland.

 

750 v.Chr.

Die Urnenfelderkultur wird in einem fließendem Übergang von der Hallstatt-Kultur abgelöst.

 

700 - 500 v.Chr.

Ebenfalls in einem fließenden Übergang wird die die Hallstätter-Kultur von der La-Tène-Kultur (keltische Kultur) übernommen.

Die Kelten nennen sich westlich des Rheins Gallier.

 

300 v.Chr.

Die Germanen erreichen den Niederrhein und verdrängen die hier ansässigen Kelten gen Süden, bevor diese vollständig ins römische Reich einge-gliedert werden.

 

100 v.Chr.

Die Euboren, ein auf bel-gischem Gebiet angesiedelter keltischer Stammesverband, siedelt sich in der Kölner Bucht an.

 

58 v.Chr.

Gajus Julius Caesar, Statt-halter der römischen Provinz Gallia Narbonensis, erobert ganz Gallien einschließlich des Rheinlands, die Römer betreten zum ersten Mal die rechte Rheinseite.

 

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39 v.Chr.

Der römische Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa, Freund und Schwiegersohn von Octavian (der spätere Kaiser Augustus), fördert die römische Kolo-nisierung Germaniens und gründet eine Siedlung für germanische Ubier, die er von der rechten auf die linke Rheinseite umsiedelt. Die Römer errichten dort ein Zweilegionenlager, die Ubier das "oppidum Ubiorum", den Vorgänger der Stadt Köln.

 

5

Es entsteht der älteste Steinbau nördlich der Alpen, dessen Untergeschoss bis heute erhalten ist: Das "Ubier-Monument". Dieser Turm stand im Nordosten der Ubiersiedlung "oppidum Ubiorum".

 

15

Agrippina die Jüngere wird im "oppidum Ubiorum" geboren. Sie wird nicht nur für Kölns Geschichte eine ent-schescheidende Rolle spielen.

 

50

Kaiser Claudius erhebt auf Drängen Agrippinas die Ansiedlung zu einer Kolonie römischen Rechts namens Colonia Claudia Ara Agrippinensium.

 

Eine vier Kilometer lange Stadtmauer mit neun Toren und 21 Türmen wird gebaut. Die Anordnung der Hauptstraßenachsen ist bis heute bestimmend für die Kölner Innenstadt: In Nord-Süd-Richtung entsteht die Cardo Maximus (heute: Hohe Straße), und vom Rhein nach Westen entsteht der Decumanus Maximus (die Schildergasse).

 

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50 bis 1288

 

50-70

Eine vier Kilometer lange Stadtmauer mit neun Toren und 21 Türmen wird gebaut. Die Anordnung der Hauptstraßenachsen ist bis heute bestimmend für die Kölner Innenstadt: In Nord-Süd-Richtung entsteht die Cardo Maximus (heute: Hohe Straße), und vom Rhein nach Westen entsteht der Decumanus Maximus (die Schildergasse).

 

89

Die CCAA wird zur Hauptstadt der Provinz Niedergermanien. An der rheinseitigen Stadtmauer wird der Palast des Statthalters von Niedergermanien gebaut, das Praetorium.

 

259

Postumus gründet in Köln ein vom Kaiserreich unabhängiges römisches Reich, das erfolgreich die Rheingrenze gegen die Germanen verteidigt.

 

310

Kaiser Konstantin verbindet mit der ersten festen Brücke über den Rhein das Kastell Deutz mit der Stadt.

 

313

Das Toleranzedikt von Mailand gewährt die freie Religionsausübung. Unter Bischof Maternus entsteht die erste Kölner Bischofskirche.

 

321

Erste Erwähnung einer jüdischen Gemeinde in Köln; Christen gibt es in Köln seit Ende des 2. Jahrhunderts.

 

355

Im November/Dezember fallen fränkische Scharen in Gallien ein und erstürmen Köln nach zweimonatiger Belagerung.

 

356

Die Stadt wird von den Römern unter der Führung von Julianus zurückerobert.

 

410

Die in der Stadt verbliebenen Römer (die meisten Legionen werden von der Rheingrenze abberufen, um gegen die Westgoten zu kämpfen) stellen kaum eine Gegenwehr zu den Franken dar, die sich in Deutz niederlassen.

 

440

Wieder fallen die Franken in Köln ein .

 

446

Aetius, ein weströmischer Heeresmeister, gelingt es, die Franken erneut aus der Provinz zu drängen.

 

455

Das römische Köln wird endgültig von den Franken erobert.

 

470

Köln wird Hauptstadt des Königreichs der ripuarischen Franken und gleichzeitig Sitz von König Sigibert dem Lahmen.

 

508

Clodwig gliedert nach der Ermordung von Sigiberts Sohn Cloderich das Königreich der Ripuarier in das Merowingerreich ein.

 

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785

Karl der Große gründet das Erzbistum Köln.

 

790

Im Auftrag von Erzbischof Hildebold wird nach einem Brand des ältesten Doms von Köln an gleicher Stelle mit dem Bau des karolingische Doms begonnen.

 

870

Der karolingische Dom wird fertiggestellt und am 27. September von Erzbischof Willibert geweiht.

 

881

Die Normannen verwüsten Köln.

 

999

Ein neuer Erzbischof besteigt den Kölner Bischofsstuhl, Heribert. Er lässt am Alten Dom eine Pfalzkapelle anbauen und ist verantwortlich für den Bau eines Benediktinerklosters im alten Deutzer Kastells, wo er auch 1021 begraben wird.

 

1031

Dem Erzbischof von Köln wird das Amt des Kanzlers von Italien übertragen.

 

1074

Aufstand der Kölner Bürger gegen Erzbischof Anno II., weil dieser ein Schiff der Kölner Kaufleute beschlagnahmt. Anno muß fliehen, wirft den Aufstand aber später nieder.

 

1106

Die außerhalb der Römermauern liegenden Stiftsbezirke von St. Ursula im Norden, St. Gereon im Westen und St. Georg im Süden werden im Zuge einer Stadterweiterung eingeliedert.

 

1130

Es wird erstmals das "Haus der Bürger" (Rathaus) und das Schreinwesen (eine Art Grundbuch) erwähnt. Das Bürgerhaus steht an der Stelle des heutigen Rathaus. In den Schreinsbüchern werden vereinzelt Grundstücksverträge zwischen Bürgern festgehalten. Gleichzeitig wird ein städtisches Siegel eingeführt - bis dato gab es nur königliche und erzbischöfliche Siegel.

 

1164

Erzbischof Reinald von Dassel überführt die Gebeine der heiligen drei Könige.

 

1180

Im Zuge einer weiteren Stadterweiterung werden die unbefestigten Stiftsbezirke und große landwirtschaftlich genutzte Flächen in einer großen mittelalterlichen Stadtmauer von mehr als acht Kilometern mit 12 Toren eingeschlossen, die bis 1220 vollendet wird. In einem weiten Halbkreis umschloss sie das Stadtgebiet bis zum Rhein.

 

1216

Erstmals wird ein Rat der Stadt erwähnt.

 

1248

Erzbischof Konrad von Hochstaden legt am 15. August den Grundstein zum gotischen Dom.

 

1288

In der Schlacht von Worringen am 5. Juni wird über die Macht am Niederrhein entschieden. In der Ritterschlacht kämpften mehrere Fürsten, u.a. der Herzog Jan I. von Brabant sowie der Graf von Berg gegen den Erzbischof Siegfried von Westerburg um die politische Freiheit Kölns. Nach der Schlacht ist Köln eine freie Stadt. Die Erzbischöfe, die die weltliche Macht verloren haben, residieren von Bonn aus. - Am 14. August verleihen Graf Adolf von Berg und seine Gemahlin Elisabeth dem Dorf an der Düssel die Stadtrechte

  

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1322 bis 1815

1322

Der östliche Teil des Doms, der Domchor, wird fertiggestellt.

 

1360

Die erste Kölner Messe-Ordnung wird festgelegt.

 

1367

Im Rathaus wird der "Lange Saal" vollendet. Seinen heutigen Namen "Hansasaal" erhielt er durch den Beschluss der Hanse, deren Mitglied Köln ist, einen Krieg gegen den Dänenkönig Waldemar zu führen.

 

1388

Die Universität wird gegründet. Sie ist damit die viertälteste im Deutschen Reich.

 

1396

Köln wird "demokratisch". Ein Aufstand der Handwerkerzünfte gegen die Patrizierherrschaft führt zu einer neuen Stadtverfassung: Im Verbundbrief wird die Gaffelverfassung geregelt. 22 Gaffeln - Verbünde von Zünften und Kaufmannsgilden - stellen fortan den Rat der Stadt.

 

1414

Der Turm des (historischen) Rathauses wird vollendet.

 

1444

Der Gürzenich wird als "Herrentanzhaus" fertiggestellt.

 

1445

Stefan Lochner erstellt sein Altarbild "Altar der Stadtpatrone".

 

1466

Der Buchdruck hält mit Ulrich Zell, einem Gehilfen Gutenbergs, Einzug in die Stadt.

 

1475

Kaiser Friedrich III. erhebt Köln offiziell zur freien Reichsstadt.

 

1515

Hermann von Wied wird Kölner Erzbischof. Als ein erbitterter Gegner der Reformation ließ er Adolf Clarenbach und Peter Fliesteden als Ketzer hinrichten. Später schloss er sich den neuen Lehren an und wurde vom Papst abgesetzt.

 

1520

Luthers Schriften werden im Domhof verbrannt.

 

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1531

Teilansicht der Stadt nach einem Holzschnitt Anton Woehnsam.

 

1544

Die ersten Jesuiten siedeln sich in Köln an und unterrichten am Dreikönigengymnasium. Sie sollten im weiteren Verlauf eine entscheidende Rolle für Köln spielen, u.a halfen sie der Stadt gegen die Reformationsversuche.

 

1553

Die Börse wird gegründet.

 

1560

Die Bautätigkeiten am Dom werden für 282 Jahre eingestellt. Der unvollendete Südturm mit dem Baukran auf dem Dach wird für Jahrhunderte zum Wahrzeichen Kölns.

 

1573

Die Renaissance-Vorhalle des Rathaus wird erbaut. Sie erinnert mit ihren Ausschmückungen an die römische Vergangenheit und an die Befreiung von der weltlichen Macht der Erzbischöfe.

 

1583

Der nächste Versuch das Erzstift Köln in ein protestantisches Fürstentum umzuwandeln, endet in einem Krieg. Der Reformationsversuch wird unter der Führung von Erzbischof Gebhard Truchseß von Waldburg unternommen und führt zum sogenannten Truchseßischen Krieg, in dem die katholischen Fürsten und Kölner Bürger mit Hilfe bayerischer Truppen siegen. Am Ende erhält Köln mit Ernst von Bayern einen neuen Erzbischof. Er war der erste von fünf Fürstbischöfen aus dem Hause Wittelsbach, die bis 1761 das Erzstift regierten.

 

1618

Der Bau der Kirche St. Mariä Himmelfahrt wird mit starker Unterstützung seitens des Erzbischofs von den Jesuiten begonnen.

 

1618-1648

In den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges bleibt Köln weitgehend neutral und unbelagert. Obwohl die Wirtschaft einerseits durch den Krieg geschwächt wird, wird andererseits Köln ein bedeutender Waffenhandelsplatz.

 

1634

Jan von Werth besiegt bei Nördlingen die schwedischen Truppen und wird zum Feldmarschall-Leutnant ernannt.

 

1651

In einem wöchentlichen Zyklus erscheint die "Kölner Postzeitung".

 

1652

Es wird beschlossen, dass Nichtkatholiken binnen fünf Jahren die Stadt verlassen müssen.

 

1655

Am 18. Februar findet die letzte Hexenverbrennung statt.

 

1686

Nikolaus Gülich wird verurteilt und in Mülheim hingerichtet. Er führte einen Aufstand gegen den korrupten Rat, scheiterte aber trotz einiger Anfangserfolge.

 

1709

Giovanni Maria Farina verbessert die Stadtluft mit Eau de Cologne.

 

1784

Der Rhein erreicht einen Pegelstand von 13,55 m, der höchste, der je gemessen wird. Diese Flutkatastrophe, bei dem riesige Eisschollen weite Teile Mülheims zerstören, fordert zahlreiche Todesopfer und lässt unzählige Bürger obdachlos werden.

 

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1794

Französische Revolutionstruppen ziehen am 6. Oktober in die Stadt ein, die Verfassung wird außer Kraft gesetzt. Sie beschlagnahmen Kulturgüter, sorgen aber auch für mehr Sauberkeit und Sicherheit auf den Straßen der Stadt.

 

1801

Alle Kölner werden als französische Staatsbürger vereidigt.

 

1802

Am 9. Juni werden alle Stifte und Klöster zu Staatseigentum erklärt. Die freie Religionsausübung bleibt gewährleistet und katholische Gemeinden feiern die Gottesdienste in den großen Stiftskirchen, wodurch diese erhalten bleiben. - Kleinere Pfarrkirchen werden nach und nach abgebrochen, verbunden mit unermäßlichen kunsthistorischen Verlusten. Nur einigen Sammlern wie Ferdinand Franz Wallraff und den Brüdern Sulpiz und Melchior Boisserée gelingt es, einige Kunstwerke zu retten. - Die freie Religionsausübung führt dazu, dass die über Jahrhunderte nicht geduldeten Protestanten und Juden neue Gemeinden in Köln gründen.

 

1803

Gründung der Handelskammer.

 

1804

Napoleon besucht zum ersten Mal Köln (ein zweites Mal 1811) und die Kölnern beschehren ihm einen begeisterten Empfang. - Der Code Civil wird eingeführt, der bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches 1900 gilt.

 

1814

Angesichts vordringender preußischer Truppen räumen die Franzosen die Stadt.

 

1815

Mit dem Wiener Kongreß fällt das katholische Rheinland an die protestantische Großmacht Preußen. Köln wird von den Preußen zur Festungsstadt gegen die französische Bedrohung ausgebaut.

 

1819 bis 1930

 

1819

Jaques Offenbach wird geboren.

 

1821

Köln wird durch eine Vereinbarung zwischen Preußen und Papst Pius VII. wieder zum Erzbistum.

 

1822

Die erste feste Schiffsbrücke seit 310 ersetzt die Fähre nach Deutz. - Köln ist mit über 56 000 Einwohnern die bei weitem größte Stadt in der Rheinprovinz.

 

1823

Der erste von einem Festkomitee organisierte Rosenmontagszug zieht durch die Straßen der Stadt.

 

1824

Der Kölner Professor Ferdinand Franz Wallraf hinterlässt der Stadt eine Sammlung von Kunstwerken der unterschiedlichsten Gattungen und Epochen. Johann Heinrich Richartz stiftet das Geld für ein angemessenes Museumsgebäude.

 

1825

Erzbischof Graf von Spiegel tritt sein Amt an. Er ist der erste Bischof seit der Mitte des 13. Jahrhunderts, der keinen Anspruch auf weltliche Macht erhebt und wieder in der Stadt wohnt. - Die Kölner Handelskammer beschließt am 03. Oktober die Gründung der preußisch-rheinischen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Die Strecke Köln-Rotterdam-Antwerpen wird nach Fahrplan befahren. - Der erste Dampfer im Fährbetrieb zwischen Köln und Mainz beginnt seine Fahrt im Mai.

 

1828

Das erste "Adress-Buch oder Verzeichniss der Einwohner der Stadt Cöln" erscheint im Greven-Verlag.

 

1837

Der erste "Kölnischer Anzeiger und Rheinische Handelszeitung" aus dem Hause Greven erscheint. - Am 20.November wird der Kölner Erzbischof Clemens August von Droste zu Vischering vom preußischen Militär verhaftet. Grund der Verhaftung: Seine harte Haltung im "Mischehestreit". Mit dieser Verhaftung erreicht eine heftige kulturelle Auseinandersetzung zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche einen Höhepunkt.

 

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1838

Eine von der Stadt Mainz erworbene feste Brücke ersetzt die Fähre nach Mülheim.

 

1839

Die erste Teilstrecke der Eisenbahnlinie Köln-Aachen wird in Betrieb genommen. Es fährt ein Zug der Rheinischen Eisenbahngesellschaft vom Thürmchenswall nach Müngersorf.

 

1840

Gründung des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln.

 

1842

König Friedrich Wilhelm IV. legt am 4. September den Grundstein zum Weiterbau des Kölner Domes.

 

1856

Franz Egon Graf zu Fürstenberg-Stammheim wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1849

Seit dem 20. Januar verbindet Berlin, Köln und Aachen eine Telegraphenlinie. - Der erste Gesellenverein wird am 6. Mai durch Adolf Kolping gegründet.

 

1859

Der Hauptbahnhof und eine Eisenbahnbrücke (Dombrücke) werden fertiggestellt. - Ernst Moritz Arndt wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1860

Der Kölner Zoo wird gegründet.

 

1861

Das erste Wallraf-Richartz-Museum nach Entwürfen der Kölner Architekten Felten und Raschdorff wird auf dem Platz des Minoritenklosters im neugotischen Stil eröffnet.

 

1864

Die Parkanlage "Die Flora", angelegt nach den Plänen von Peter Joseph Lenné, wird eröffnet.

 

1875

Otto Fürst von Bismarck wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

1876Nicolaus August Otto konstruiert den ersten Viertakt-Motor. - Der erste Kölner Stadtanzeiger erscheint. - Am 5. Januar erblickt Konrad Adenauer das Licht der Welt.

1879Helmuth Graf von Moltke wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1880

Am 23. Juli werden die Arbeiten am Nordturm des gotischen Doms und somit an der gesamten Kathedrale beendet. Am 15. Oktober wird die Vollendung in Gegenwart von Kaiser Wilhelm I. mit einem Festzug gefeiert. Der Gottesdienst fällt dagegen relativ kurz und spärlich aus, da der Erzbischof Melchers nach Schwierigkeiten mit dem Preußischen Staat in Holland lebt und auch zu diesem Anlass nicht nach Köln kommt.

 

1881

Die mittelalterliche Stadtmauer wird abgerissen. Die Industrialisierung hinterläßt Spuren: Schokoladenfabrik Stollwerck, Deutzer Motorenfabrik, Zuckerfabrik Pfeiffer & Langen.

 

1882

Die ersten 100 Telefone werden in der Stadt installiert.

 

1888

Durch Eingemeindungen wird Köln am 20. Februar zur flächenmäßig größten Stadt Deutschlands.

 

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1895

Dr. Gustav von Mevissen, Augustus Reichensperger und Dr. Heinrich von Stephan werden zu Ehrenbürgern der Stadt Köln ernannt.

 

1898

Am 3. März wird auf der Pferderennbahn in Weidenpesch das erste Pferderennen ausgetragen.

 

1900

 

1905

Wilhelm von Becker wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1907

Die Handelshochschule wird eröffnet.

 

1910

Die Südbrücke wird für den Eisenbahnverkehr in Betrieb genommen. - Prof. Dr. Alexander Schnütgen wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1911

Die Hohenzollernbrücke wird als Ersatz für die Dombrücke fertiggestellt.

 

1914

"Die Flora" wird durch den Botanischen Garten nach Norden erweitert.

 

1915

Die Hindenburgbrücke ersetzt die feste Brücke nach Deutz.

 

1917

Konrad Adenauer wird Oberbürgermeister der Stadt.

 

1918

Seit dem 06. Dezember besetzen britische Truppen die Stadt.

 

1919

Eine 19-jährige Auseinandersetzung um die Schreibweise Kölns wird beendet - seit dem 01. Februar wird Köln mit "K" und nicht mehr mit "C" geschrieben.

 

1920

Laut Volkszählung vom 01. Juni hat Köln 656.831 Einwohner.

 

1922

Angesichts der anhaltenden Hungersnot im Land und der sprunghaft gestiegenen Preisen werden in Köln Geschäfte geplündert und Großdemonstrationen abgehalten. - Das Messegelände in Deutz wird errichtet.

 

1923

Der "Kölner Stadt Anzeiger" wird als eigenständige Zeitung vom Verlag M. DuMont-Schauberg herausgebracht. Im Zeichen der Wirtschaftskrise sollte die Zeitung am Ende des Jahres 350 Mio. Mark pro Ausgabe kosten. - Das Müngersdorfer Stadion wird am 16. September fertiggestellt.

 

1924

Nach 12 Jahren Bauzeit wird am 25.10. das mit 65 Metern höchste Haus Europas am Hansaring eingeweiht. - Als Ersatz für die zu Kriegszwecken eingeschmolzene "Kaiserglocke" wird vor dem Kölner Dom die St. Petersglocke eingeweiht. Mit einer Höhe von 3,20 m, einem Durchmesser von 3,22 m und einem Gewicht von 24 Tonnen ist sie die größte freischwingende Glocke der Welt.

 

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1929

Die Mülheimer Brücke als größte Kabelbrücke Europas wird gebaut.

 

1930

Die Ford-Werke lassen sich in Köln-Niehl nieder.

 

1933 bis 1945

 
1933

Nach der Kommunalwahl am 13. März, bei der die NSDAP mit 39,6% die stärkste Partei im Stadtrat wird, flieht der amtierende Oberbürgermeister Adenauer aus der Stadt und wird für abgesetzt erklärt. Zum Nachfolger wird Günther Riesen (NSDAP) bestimmt.

 

1936

In das entmilitarisierte Rheinland marschieren deutsche Truppen am 07. März über die Rheinbrücken ein.

 

1940

Die Köln lebenden Sinit und Roma werden am 16. Mai verhaftet und deportiert.

 

1941

Das römische Dionysosmosaik wird bei dem Bau eines Luftschutzbunkers an der Südseite des Domchors entdeckt. - Die Rodenkirchener Brücke wird in Betrieb genommen. - Der Höhenberger Sportpark wird fertiggestellt.

 

 

1942

Am 31. Mai legen 1.000 Bomber Köln in Schutt und Asche, über 5.000 Häuser werden zerstört und an die 500 Menschen getötet. - Joseph Frings, Regens des Priesterseminars, wird Erzbischof von Köln.

 

 

1945

Als am 2. März die Bomber nach dem letzten der 262 Fliegerangriffe abdrehen, haben die etwa 1,5 Millionen abgeworfenen Minen, Spreng- und Brandbomben die Stadt zu 70%, das Zentrum zu über 90% zerstört. 20.000 Menschen haben ihr Leben verloren. - Am 6. März ist für Köln der Krieg vorbei: Deutschen Pioniere sprengen die Hohenzollernbrücke, bevor das VII. Korps der 1. US-Army in die Ruinen einrückt. - Am 12. April wird auch das rechtsrheinische Köln besetzt, im Juni folgen britische Besatzungstruppen. - Von einst 768.000 Einwohnern leben nur noch 40.000 in dem, was einst eine Stadt war.

 

                  

 

Bereits am 23. April beginnen die Instandsetzungsarbeiten am Dom. - Konrad Adenauer wird am 4. Mai wieder als Oberbürgermeister eingesetzt. - Am 01. Oktober findet die erste Sitzung des neu berufenen Rates statt. - Zur Planung eines neuen Kölns wird aus Stadtvertretung, Stadtverwaltung und sachkundiger Bürgerschaft die "Wiederaufbaugesellschaft" gebildet.

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1946 bis 1960

1946

Am 18. Februar wird Erzbischof Josef Frings von Papst Pius XII. zum Kardinal ernannt. - Die "Kölnische Rundschau" erscheint erstmals am 19. März. - Die Südbrücke wird am 3. Mai für den Eisenbahnverkehr wieder freigegeben. - Obwohl unter britischer Besatzung, finden die ersten freien Wahlen für den Rat der Stadt Köln am 13. Oktober statt. Wahlsieger ist die CDU, Hermann Pünder wird zum Oberbürgermeister gewählt. - Bereits einen Tag vorher, am 12. Oktober, erfreuen sich die Bürger wieder an Pferderennen auf der Pferderennbahn in Weidenpesch. - Am 31. Dezember verkündet Kardinal Frings seinen moralischen Beistand für alle, die sich Brikets und Koks von den Kohlezügen der Alliierten holen.

 

1947

Die mit der Planung eines neuen Kölns beauftragte "Wiederaufbaugesellschaft" präsentiert ihr Konzept: Hauptmerkmal soll ein Nord-Süd-Durchbruch sein (heute die Nord-Süd-Fahrt). - Am 29. November wird in der Uni die Sporthochschule gegründet.

 

1948

Am 13. Februar wird aus dem Kölner Ballspielclub 01 und dem SV Sülz 07 wird der 1. Fußball-Club Köln 01/07, am 21. Februar aus SV Victoria 1911, Sport-Verein Köln 1927 und Bayenthaler Spielverein der SC Fortuna Köln 1911. - Ernst Schwering (CDU) wird am 19. April zum Oberbürgermeister gewählt, ihm folgt am 15. November nach einem Losentscheid Robert Görlinger (SPD). - Ab dem 22. April können die Bürger wieder im Kaufhof an der Hohe Straße einkaufen. - Der erste Zug rollt wieder über die Hohenzollernbrücke. Auch die Deutzer Brücke (vorher Hindenburgbrücke) ist wieder errichtet. - Der erste Ford-PKW, ein Taunus 48, rollt am 1. Oktober vom Band. - Am 16. Dezember wird erneut Ernst Schwering zum Oberbürgermeister gewählt.

 

1949

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wird am 28. Januar gegründet. - Der erste Rosenmontagszug zieht mit dem Motto "Meer sin widder do un dun wat mer künne" durch die Trümmer der Stadt. - Am 11. Juli lässt ein leichtes Erdbeben die Stadt erzitttern. - Mit dem 1. September erscheint die Westdeutsche Zeitung täglich. - Am 19. Oktober wird die Bundesvereinigung der Deutschen Industrie gegründet. - Mit dem 29. Oktober erscheint auch der Kölner Stadtanzeiger wieder.

 

1950

Die erste Fähre zwischen Merkenich und Leverkusen setzt am 1. März über. - Am 8. März bebt die Erde erneut, diesmal deutlich stärker. - Die erste Nachkriegsausgabe von Greven´s Adressbuch erscheint am 6. April. - Seit dem 19. Juni gibt es in Köln Ampeln, die erste auf der Kreuzung Aachener Str./Moltkestr. - Das Bundesamt für Verfassungsschutz nimmt seine Arbeit in der Stadt auf. - Die Bahnen der Stadt Köln heißen ab dem 6. November Kölner Verkehrs-Betriebe. - Turnusgemäß übernimmt Robert Görlinger am 18. November das Amt des Oberbürgermeisters. - Der "Köln-Bonner Flughafen Wahn GmbH zu Porz" wird am 8. Dezember gegründet.

 

1951

Am 2. Januar erklärt der Rat alle Ehrenbürgerschaften aus der NS-Zeit für nichtig. - Mit dem 3. Januar ist Köln wieder an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen. Die ersten Linienmaschinen fliegen nach Berlin und London. - Am 14. März wird Köln und ganz Westeuropa wieder von einem Erdbeben erschüttert. - Der Tanzbrunnen wird am 13. Mai eröffnet. - Am 16. Juni wird der neue Pegelturm an der Deutzer Brücke in Betrieb genommen. - Die Wiedereröffnung der Mülheimer Brücke, als letzte im Krieg zerstörte Brücke, wird am 8. September gefeiert. - Zum neuen Oberbürgermeister wird Ernst Schwering gewählt. - Dr. h.c. Hans Böckler und Dr. h.c. Konrad Adenauer werden zu Ehrenbürgern der Stadt Köln ernannt.

 

1952

EMI Electrola verlegt am 13. März seinen Firmensitz von Berlin nach Köln. - Peter Müller, genannt "de Aap", geht am 7. Juni in die Sportgeschichte ein, als er im Kampf gegen Hans Stretz um die deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht in der achten Runde den Ringrichter Max Pippow mit einem gekonnten rechten Kinnhaken auf die Bretter schickt. - In Fühlingen wird am 8. Oktober das Projekt einer Einschienenbahn "Alweg-Bahn" der Öffentlichkeit vorgeführt.

 

1953

Die Deutsche Welle geht am 3. Mai auf Sendung.

 

1954

Der Wiederaufbau der Rodenkirchener Brücke ist am 8. März abgeschlossen. - Der 1. FC Köln wird Westdeutscher Fussballmeister. - Der Landschaftsverband Rheinland wählt Köln als Verbandssitz.

 

1955

Bei einem Hochwasser im Januar werden weite Teile der Altstadt überflutet. - Der Aachener Weiher und die verbundenen Kanäle werden im September fertigestellt. - Am 30. Oktober feiert die Pfarrkirche St. Pantaleon ihr 1000jähriges Bestehen.

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1956

Der Westdeutsche Rundfunk wird selbständige Sendeanstalt. - Seit dem 1. Juli erhalten alle Kraftfahrzeuge ein Kennzeichen mit "K". - Am 30. August wird zum Katholikentag der restaurierte Dom wiedereröffnet. - Die CDU verliert erstmals nach dem Krieg die Wahlen zum Rat der Stadt und damit das Amt des Oberbürgermeisters an die SPD. Theo Burauen wird am 9. November zum neuen Oberbürgermeister gewählt.

 

1957

Das zweite Wallraf-Richartz-Museum, nach den Plänen der Kölner Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernard errichtet, wird ebenso wie das Opernhaus eröffnet. - Zur Bundesgartenschau im Rheinpark wird die Rheinseilbahn eröffnet, jetzt können die Kölner zum anderen Rheinufer schweben. - Am 23. Juli fährt die erste Alweg-Bahn in Fühlingen im Testbetrieb. In Ehrenfeld öffnet am 26. September der erste Supermarkt Deutschlands.

 

1958

Das Kölnische Stadtmuseum wird am 11. Januar eröffnet, das Agrippa-Bad am 14. Mai, die "Opern-Terassen" am 16. August. - Der Ölhafen in Niehl wird am 30. September fertiggestellt. - Am 5. Dezember lädt auch "Die Bastei" wieder zum Verweilen ein. - Die "Kölner Sporthalle" wird auf dem Messegelände fertiggestellt.

 

1959

Das Jüdische Kulturzentrum und die Synagoge in der Roonstraße werden eingeweiht. - Inbetriebnahme der Severinsbrücke am 7. November nach drei Jahren Bauzeit und endgültige Wiederherstellung der Hohenzollernbrücke. - Am 11. Dezember nimmt der erste Autolift Deutschlands im Kaufhof-Parkhaus seinen Betrieb auf. - Prof. Dr. Theodor Heuss wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1960

Der Zoo feiert seinen 100. Geburtstag, die Ford-Werke in Niehl ihren 30. Gründungstag. - Am 12. November werden unter dem Dach der "Stadtwerke Köln GmbH" die Kölner-Verkehrs-Betriebe AG und die Gas,- Elektrizitäts- und Wasserwerke AG gegründet. - Mit dem 31. Dezember wird die Begrünung der sieben Trümmerberge abgeschlossen. Aus der zerstörten Stadt wurden seit Kriegsende 17.457.047 Kubikmeter Trümmerschutt beseitigt, sieben künstliche Hügel-Anlagen entstehen: Im Inneren Grüngürtel am Aachener Weiher, der Herkulesberg, im Äußeren Grüngürtel an der Berrenrather Straße und der Longericher Höhe, im Beethovenpark, der Vingster Berg sowie der Rheinpark.

 

1961 bis 1975

1961

Mit dem 1.1. wird in der Stadtverwaltung wird die 5-Tage-Woche eingeführt. - Am 4. September stirbt Josef Haubrich. - Der Dombunker mit dem Dioysios-Mosaik wird am 24. November wiedereröffnet. - Seit dem 11. Dezember fahren Autoleihbüchereien durch Köln.

 

1962

Die Nord-Süd-Fahrt, die das Stadtzentrum teilt, wird fertiggestellt. - Der 1. FC Köln wird mit einem 4:0 über den 1. FC Nürnberg zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte Deutscher Meister.

 

1963

Am 7. März wird das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Str. eröffnet. - Im Rahmen seiner Deutschlandreise stattet US-Präsident Kennedy am 23. Juni Köln einen Besuch ab. Seine Rede vor dem Rathaus schließt er mit "Köllen Alaaf!". - In der Komödienstraße beginnen am 19. September die Arbeiten für die U-Bahn. - Am 17. November feiert der Domchor sein 100jähriges Bestehen. - Die Mülheimer Stadthalle wird am 29. Dezember eröffnet.

 

1964

Am 20. Januar wird das Verlagshaus der Kölnischen Rundschau an der Stolkgasse eingeweiht. - Das Eis- und Schwimmstadion an der Lentstraße wird am 11. März eröffnet. - Am 11. Juni findet in der Katholischen Volksschule in Volkhoven ein grausiges Attentat statt: Ein 42jähriger Dreher dringt mit einer Lanze sowie einem selbstgebasteltem Flammenwerfer in das Schulgebäude ein und ersticht zwei Lehrerinnen. 28 Kinder erleiden schwere Brandverletzungen, an denen acht am folgenden Tag sterben. Die Schulbaracken werden abgerissen, die neue Schule wird Ursula-Kuhr-Schule heißen, die Schule in Fühlingen wird zur Gertrud-Bollenrath-Schule umbenannt. - Im September werden die Arbeiten am Turm von Groß St. Martin fertiggestellt. - Am 16. Oktober wird die Schweizer Ladenstadt eröffnet. - Die Klöckner-Humbold-Deutz AG feiert ihr 100jähriges Bestehen. - Der 1. FC Köln wird erneut Deutscher Meister.

 

1965

Queen Elisabeth II. besucht die Stadt am 25. Mai. - Im Fernmeldehochhaus an der Cäcilienstraße, mit 75 Meter Höhe das höchste Gebäude (ohne Kirchen) in Köln, wird die Arbeit aufgenommen. - Die Leverkusener Autobahnbrücke schließt den Kölner Autobahnring. - Im August legen Archäologen das Ubier-Monument frei. - August Neven DuMont stirbt am 11. Oktober. - Der dreimillionste Ford verläßt das Fertigungsband in Niehl. - Rudi Altig wird in der Sporthalle Europameister im Omniumfahren der Profis. - Am 24. Dezember zerstört ein Großbrand die Büroräume der Deutschen Welle.

 

1966

Am 23. Februar wird die Schildergasse in eine Fußgängerzone umgewandelt. - Der für Einbürgerungen zuständige Stadtoberinspektor Peter Wolff wird im Amt für öffentliche Ordnung von einem Jugoslawen erschossen. - Am 10. Juni wird der in den Rhein verirrt Belugawal "Mobby Dick" in Köln gesichtet. - Rudi Altig wird am 25. August Straßenweltmeister der Rad-Profis. - Die Zoobrücke wird nach vierjähriger Bauzeit am 22. November eingeweiht.

 

1967

Am 19. April stirbt Konrad Adenauer im Alter von 91 Jahren. - Die Kölner Bank feiert ihr 100jähriges Bestehen. - Josef Kardinal Frings wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. - Dr. Kurt Neven DuMont, Herausgeber des Kölner Stadtanzeigers, stirbt am 6. Juli. - Am 26. September wird die neue verkehrsfreie "Hohe Straße" eröffnet.

 

1968

Der 4-millionste Pkw verläßt am 3. April die Ford-Werke in Niehl. Am 20. Juni wird das Entwicklungszentrum in Merkenich eingeweiht. - Der 1. FC Köln wird erstmals in seiner Vereinsgeschichte Deutscher Pokalsieger. - Die letzte Gaslaterne erlischt am 9. Sptember. - Die alte Strafanstalt "Klingelpütz" wird durch die neue JVA Ossendorf ersetzt. - Die U-Bahn wird am 11. Oktober zwischen Friesenplatz und Hauptbahnhof wird eröffnet.

 

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1969

Am 23. Februar wird der tritt der amtierende Erzbischof Joseph Frings aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger, Prof. Dr. Joseph Höffner, wird am 2. März in sein Amt eingeführt. Am 28. März wird Joseph Höffner von Papst Paul VI. zum Kardinal ernannt. - Ein Insektenvertilgungsmittel gelangt in den Rhein und tötet fast den gesamten Fischbestand. - In Merkenich wird mit der Schornstein des Heizkraftwerks das höchste Gebäude in Köln (247,30 m) in Betrieb genommen. - Im Juni wird das Gefängnis "Klingelpütz" in der Innenstadt abgerissen. - Am 23. Juli stirbt Dr. Reinhold Heinen, langjähriger Herausgeber der Kölnischen Rundschau.

 

1970

Ende Februar versinkt die Altstadt im Hochwasser. - Am 15. April wird in Deutz das Lufthansa-Verwaltungshochhaus fertiggestellt. - Das 5000. Pferderennen in Weidenpesch findet am 9. September statt. - Auf dem Neumarkt findet erstmals seit 1950 wieder ein Weihnachtsmarkt statt. - Die Dombauhütte bezieht die neuen Werkstätten nenebn dem Dom.

 

1971

Am 21. Januar wird das Thermalbad "Dreikönigsbad" eröffnet. - Dem Kölner Zoo wird am 27. April das Aquarium angegliedert. - Am 29. April öffnet die Bundesgartenschau (zum 2. Mal) im Rheinpark. Eine besondere Attraktion ist der Vergnügungspark "Tivoli". - Seit dem 21. Juni werden widerrechtlich geparkte KfZ abgeschleppt. - Am 30. Juni beginnt der Abriss des Müngersdorfer Stadions. - Der Bau des U-Bahn-Tunnels nach Riehl und Niehl muss wegen Fehlplanungen eingestellt werden und dient der Championzucht. - Das Historische Archiv der Stadt befindet sich seit dem 9. Dezember in der Severinstraße.

 

1972

Wiedereröffnung des historischen Rathauses. - Die Köln-Düsseldorfer nehmen den "Rheinpfeil" in Betrieb, ein Tragflügelboot, das mit 65 km/h zwischen Köln und Mainz pendelt. - Der Kölner Eishockey-Club "Die Haie" (KEC) wird gegründet.

 

1973

Fortuna Köln steigt in die Bundesliga auf. - Am 1. Juli erscheint der erste Sonntags-Express. - Das Colonia-Hochhaus, mit 46 Etagen und einer Höhe von 137,50 Meter das höchste Wohnhaus Europas, wird am 1. August eröffnet. - Auch das Herkules-Hochhaus und das Uni-Center werden fertiggestellt. - John van Nes Ziegler wird am 20. Dezember Nachfolger von Theo Burauen im Amt als Oberürgermeister. - Dr. h.c. Theo Burauen wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1974

Die erste Bläck Fööss LP "Op bläcke Fööss noh Kölle" erscheint in Januar. - Am 10. Februar wird auf das Gebäude des BDI ein Bombenattentat verübt. - Das Römisch-Germanische Museum, auf den Mauern der 1941 entdeckten römischen Stadtvilla mit dem weltberühmten Dionysos-Mosaik erbaut, wird am 4. März eröffnet. - Die Bronzeskulpturen von Tünnes und Schäl werden enthüllt. - Fortuna Köln steigt wieder in die 2. Bundesliga ab. - Am 26. Juni wird das Privatbankhaus I.D. Herstatt geschlossen. Im Dezember muss der Mehrheitsaktionär Dr. Hans Gerling die Hälfte seines Konzerns verkaufen, um die Gläubiger zu entschädigen.

 

1975

Durch die Gebietsreform werden die Städte Porz und Wesseling, die Gemeinden Rodenkirchen, Lövenich und Sinnersdorf sowie die Ortsteile Widdersdorf und Marsdorf eingemeindet. Köln wird Millionenstadt. - Klaus der Geiger, eigentlich Klaus von Wrochem, gewinnt am 25. März den Prozess gegen die Stadt und darf weiter auf den Straßen musizieren. - Am 25. April bezieht die Staatliche Hochschule für Musik die Gebäude in der Dagobertstraße. - Das TÜV-Hochhaus in Poll wird am 20. Juni eröffnet. - Ein leichtes Erdbeben lässt das Lufthansa-Hochhaus am 23. Juni wackeln. - Seit dem 1. September spielt die Basketballmannshcaft des ASV Köln in der neuen Bundesliga. - Prof. Dr. h.c. Peter Ludwig wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. - In der Nacht zum 2. November wird in Schatzkammer des Domes eingebrochen und Kunstwerke für 10 Millionen DM geraubt oder zerstört. - Am 12. November wird das neue Müngersdofer Stadion eröffnet. - An gleichen Tag detoniert im Hauptbahnhof eine Bombe.

1976 bis 1990

 
1976

Die Stadtsparkasse besteht seit 150 Jahren. - Am 23. Februar wird der Stadt die Sammlung moderner Kunst von Peter und Irene Ludwig geschenkt. - Die Stadt Wesseling klagt gegen die Gebietsreform und erreicht beim Landtag in Düsseldorf die Wiederausgliederung. Die Einwohnerzahl fällt wieder unter die Millionenmarke. - Am 16. September wird auf das Wohnhaus des Wohnungsspekulanten Günter Kaußen ein Bombenattentat verübt. - Im Oktober erscheint die erste "StadtRevue". - Die KVB tritt der Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Rhein-Sieg (VRS) bei. - Am 14. Oktober öffnet das Einkaufszentrum "City Center Chorweiler". - Der Kölner Stadtanzeiger feiert seinen 100. Geburtstag.

 

1977

Am 26. Januar erscheint die erste "Emma". - Das Museum für ostasiatische Kunst öffnet seine Pforten. - Der KEC wird erstmals Deutscher Eishockey-Meister, der 1. FC Köln gewinnt den DFB-Pokal. - Toyota entscheidet sich am 23. August für Köln als Sitz seiner Hauptniederlassung. - Am 2. September wird der neue Ebertplatz für die Öffentlichkeit freigegeben. - In Lindenthal wird am 5. September Arbeitgeberpräsident Dr. Hanns Martin Schleyer von der RAF entführt, sein Fahrer und drei Sicherheitsbeamte werden erschossen. Im Oktober wird Schleyer ermordet aufgefunden. - Trude Herr eröffnet ihr "Theater im Vringsveedel" am 9. September. - Auf dem Fühlinger See startet am 24. September das erste Rennen auf der Regattabahn. - Am 20. Oktober steht das zentrale Ersatzteillager der Ford-Werke in Merkenich in Flammen.

 

1978

Am 10. März entscheidet das Landgericht, dass "Kölsch" auch in Bonn gebraut werden darf. - Die neue zentrale Feuerwache Scheibenstraße wird am 22. März bezogen. - Dem 1. FC Köln gelingt das Double: Er wird Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. - Am 10. August wird das Stadion Süd offiziell als Heimstadion von Fortuna Köln eröffnet. - Fritz Waffenschmidt, Inhaber des Saturns, sponsort die Basketball-Mannschaft des ASV Köln, die sich in BSC Saturn umbenennt. - Die Rheinuferbahn stellt am 11. August ihren Betrieb ein. - Am 17. Dezember stirbt Josef Kardinal Frings.

 

1979

Mit der Zentralbibliothek der Stadtbücherei am Neumarkt wird ein Lesezentrum eröffnet. - Der KEC wird zum zweiten Mal Deutscher Eishockey-Meister. - Der Nullpunkt des Kölner Rheinpegels wird auf 34,98 m über NN festgesetzt.

 

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1980

Vom 2. Mai an werden alle Busse und Bahnen von der KVB-Leitstelle Scheidtweilerstraße aus dirigert. - In Nippes wird St. Agnes durch ein Großbrand im Dachstuhl schwer beschädigt. - Seit dem 19. Oktober sendet die Deutsche Welle aus dem neuen Funkhaus am Raderberggürtel. - Papst Johannes Paul II. besucht die Stadt anläßlich des Jubiläumsjahres der Vollendung des Domes. - Der Kölner Literaturpreis wird eingerichtet. - Am 28. Oktober übernimmt Norbert Burger das Amt des Oberbürgermeisters. - Die Serverinsbrücke erhält einen Zwilling und wird in doppelter Breite für den Verkehr freigegeben.

 

1981

Der BSC Saturn Köln wird Pokalsieger und Deutsche Meister im Basketball. - Am 8. April wird auf den U-Bahnhof Neumarkt ein Bombenanschlag verübt, bei dem sieben Menschen verletzt werden und hoher Sachschaden entsteht. - Der Fernmeldeturm Colonius, mit 243, 30 Metern das höchste Gebäude in Köln, wird am 3. Juni eröffnet. - Am 11. November lässt Franz-Josef Antwerpes 11 Weinstöcke am Regierungspräsidium pflanzen. - Auch auf dem Alter Markt findet jetzt ein Weihnachtsmarkt statt.

 

1982

Der BSC Saturn Köln wird zum zweiten Mal deutscher Basketballmeister. - Der 560 Meter lange Rheinufertunnel wird in Betrieb genommen. - Prof. Heinrich Böll wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

1983

Am 11. März zerstört ein Feuer den Dachstuhl des Zeughauses. - Das Maternushaus wird am 6. April eröffnet. - Der Rhein überschwemmt am 13. April weite Teile der Altstadt und Rodenkirchens. Bereits am 29. Mai steigt das Wasser noch höher. Die Mülheimer Gottestracht zu Fronleichnam muss ausfallen. - Am 20. Mai wird die Raumfähre "Enterprise" auf dem Flughafen Köln/Bonn ausgestellt. - Der 1. FC Köln gewinnt den DFB-Pokal in einem Stadtduell gegen Fortuna Köln. - Das Arbeitsamt an der Luxemburger Straße nimmt am 16. September seine Arbeit auf. - Die Akademie för uns kölsche Sproch wird von der Stadtsparkasse Köln als Bestandteil der SK Stiftung Kultur ins Leben gerufen.

 

1984

Im Januar führt die KVB die Zonentarife ein. - Im April wird bei einem Einbruch in St. Ursula der Ursulaschrein schwer beschädigt. - Am 6. Juni wird im Bundesverwaltungsamt Amsterdamer Straße die Arbeit aufgenommen. - Domprobst Hans Werner Ketzer stirb am 8. August. - Der neue Rheingarten über dem Rheinufertunnel gibt der Altstadt ein neues Gesicht. - Am 01. September wird das Kölner Stadtmuseum nach einem mehrjährigen Umbau wieder eröffnet. - Der KEC wird Deutscher Eishockey-Meister.

 

1985

Am 22. Mai wird das Druckzentrum des Verlages DuMont Schauberg an der Amsterdamer Straße fertiggestellt. - Heinrich Böll stirbt am 16. Juli in Düren, der Kölner Literaturpreis wird in Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln umbenannt. - Anläßlich des Jahres der Romanischen Kirchen werden am 18. August in verschiedenen Prozessionen 14 Reliquienschreine zum Neumarkt gebracht. - Am 26. August wird die Köln Musik Betriebs- und Service GmbH gegründet, die die Philharmonie betreiben wird. - Im Kölner Zoo verletzen die Schimpansen Susi und Petermann einen Pfleger sowie Zoodirektor Nogge bei einem plötzlichen Angriff schwer und werden "auf der Flucht" erschossen. - Am 8. Dezember wird die erste Folge der "Lindenstraße" ausgestrahlt.

 

1986

Am 6. März unterzeichnen 24 Brauereien die "Kölsch-Konvention". - Das Thermalbad in Deutz wird am 22. August bei einem Feuer völlig zerstört. - Auf das Bundesamt für Verfassungsschutz wird ein Bombenanschlag verübt, es entsteht hoher Sachschaden. - Die Philharmonie und das neue Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig werden eröffnet. - Am 7. November erreicht der Giftteppich der Sandoz-Werke auf dem Rhein die Stadt. Trinkwasserbrunnen werden geschlossen, tausende Fische verenden. - Trude Herr schließt am 20. Dezember ihr "Theater im Vringsveedel" und wandert aus. - Der KEC wird Deutscher Eishockey-Meister.

 

1987

Der KEC wird zum 5. Mal Deutscher Eishockey-Meister, der BSC Saturn zum 3. Mal Deutscher Meister im Basketball. - Besuchstage in Köln: Erst kommt der Papst, dann Erich Honecker und schließlich Prinz Charles mit Lady Di. - Das Bürgerhaus Stollwerck wird am 6. Juni eröffnet. - Am 18. September übernimmt die Stadt die Fläche des Güterbahnhofs Gereon, wo der MediaPark entstehen soll. - Der Bauer-Verlag öffnet am 8. Oktober sein Druckzentrum in Niehl. - Am 16. Oktober stirbt Joseph Kardinal Höffner, am 28. Oktober Theo Burauen. - Regierungspräsident Antwerpes lässt am 13. Dezember die Autobahn 4 Köln-Aachen wegen Nebels sperren.

 

1988

RTL Plus geht am 1. Januar auf Sendung. - Chaos im Zoo: Erst verletzt eine Elefantenkuh am 12. Juli einen Tierpfleger schwer und wird eingeschläfert, dann bricht am 29. Juli ein Bär aus seinem Gehege aus und wird erschossen. - Das erste Ringfest findet im Rahmen der Eröffnung des nach "alter Vorlage" fertiggestellten Ring-Boulevards über der neuen U-Bahn statt. - Der KEC wird zum dritten Mal in Folge Deutscher Eishockey-Meister. - Willy Millowitsch wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. - Am 18.12. wird Joachim Meißner Erzbischof von Köln.

 

1989

Am 11. Februar explodiert in der Universität während einer Veranstaltung gegen das Regime im Iran eine Bombe. - Der Rat der Stadt beschließt, dass alle Ernennungen zu Ehrenbürgern der Stadt zwischen 1933 und 1945 von Anfang an nichtig sind. - Saturn steigt als Sponsor des BSC Saturn aus. Die Basketball-Mannschaft wird in Galatasaray Köln umbenannt. - Im renovierten Gebäude des früheren Wallraf-Richartz-Museums wird am 11. Juni das Museum für Angewandte Kunst eröffnet. - Das Bundesamt für Verfassungsschutz bezieht am 28. Juli das neue Gebäude in Chorweiler. - Am 20. September kommt es in Mauenheim zu einer Straßenschlacht zwischen Polizei und 300 Demonstranten, die gegen eine Veranstaltung der Republikaner protestieren. - Einen Tag nach dem Fall der Mauer fährt am 10. November der erste Trabi durch die Stadt. - Der Colonius erhält einen Antennenaufbau und misst jetzt 266 Meter.

 

1990

Die Bläck Fööss feiern ihren 20. Geburtstag. - Auf Oskar Lafontaine wird am 25. April in der Mülheimer Stadthalle ein Attentat verübt. - Die Basketball-Mannschaft Galatasaray Köln muss Konkurs anmelden und den Spielbetrieb einstellen. - Zum ersten Mal wird der CSD gefeiert. - Am 2. September erhält der Dom die neue Glocke "St. Josef". - Der Verlag M. DuMont Schauberg weiht am 17. September sein neues Druckzentrum in Niehl ein. - Das NRW-Filmfestival entpuppt sich als Pleiteveranstaltung. - Am 3. Oktober finden zahlreiche Feiern zum Beitritt der DDR zur BRD statt. - Die Kunsthochschule für Medien wird am 15. Oktober eröffnet. - Anhänger der autonomen Szene werfen am 14. November zahlreiche Schaufenster in der Mittel- und Benesisstraße ein.

 

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1991 bis heute

1991

Wahrhaft historisches geschieht in der Stadt: Wegen des Golfkrieges werden alle Karnevalszüge abgesagt. - Mit Gaffel-Light erscheint das erste kalorienreduzierte Kölsch. - Am 15. März stirbt Trude Herr. - In Chorweiler wird am 23. März das "Aqualand" eröffnet. -

Am 25. April landet der "Goldene Vogel", das Flügelauto von H.A. Schult, auf dem Turm des Stadtmuseums. - Mit dem Fernsehsender VOX und Radio Köln erweitert sich der Medienstandort Köln.- John van Nes Ziegler wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. - Hans Gerling stirbt am 14. August. - Der Bau der U-und Stadt-Bahn nach Riehl und Niehl wird endlich fertigestellt, die Championzucht im Tunnel muss weichen. - In Höhenhaus werden am 12. Oktober bei Gleisarbeiten sechs Menschen von einem Zug erfasst und getötet. - Das erste Bauwerk im Mediapark, der Cinedom, wird am 20. Dezember eröffnet. - Die Hohenzollernbrücke erhält einen dritten Überbau für den S-Bahn-Betrieb.

 

1992

Seit dem 29. Februar ziehen wieder Geisterzug durch die Stadt. - Am 13. April lässt ein Erdbeben der Stärke 5,6 den Kölnern den Schreck in die Glieder fahren. - Mehr als 100.000 Menschen besuchen am 9. November auf dem Chlodwigplatz beim Rockkonzert "Arsch huh, Zäng ussenander" und demonstrieren gegen Ausländerfeindlichkeit. - Am 22. Dezember wird Anna-Lisa Memoli geboren, Köln ist wieder Millionenstadt.

 

1993

Am 1. Juli hat die Postleitzahl 5(000) ausgedient, der Stadt werden 45 neue Postleitzahlen zugewiesen. - Die Rodenkirchener Brücke wird am 17. Juli nach Fertiggstellung eines Zwillings in doppelter Breite für den Verkehr freigegeben. - Hans Imhoff eröffnet das Schokoladenmuseum im Rheinauhafen, dass nur drei Monate später - wie der Rest der Kölner Altstadt und anderer Stadtteile - im 10,63 m hohen Rhein versinkt. - Der "4711-Schriftzug" auf dem Messeturm wird nach 40 Jahren durch "KölnMesse" ersetzt. - Wegen Geldmangels stellt die Stadt den Betrieb von Brunnenanlagen und Öffentlichen Toiletten ein, die Öffnungszeiten der Museen werden gekürzt. - Auf das Gebäude des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall werden am 17. November sieben Schüsse abgegeben. - Ein Rohrbruch verwandelt am 13. Dezember den Chlodwigplatz in einen 50 cm tiefen See. - Am 1. Dezember nimmt VIVA seinen Sendebetrieb auf.

 

1994

Der Stadt Köln werden die Picasso-Bilder aus der Sammlung Ludwig geschenkt. - Der Köln-Bonner Flughafen heißt seit dem 7. Juli der Flughafen Köln/Bonn Konrad Adenauer. - Im Sommer werden Fühlinger und Escher See wegen zu hoher Wasserverschmuztuung durch Kolibakterien gesperrt. - Prof. Dr. h.c. mult. Irene Ludwig wird zur Ehrenbürgerin der Stadt Köln ernannt. - Tommy Engel verlässt die Bläck Fööss.

 

1995

Am 29. Januar kürzt ein Betrunkener seinen Heimweg durch das Tigergehege im Zoo ab und wird schwer verletzt. - Der Rhein steigt bis zum 31. Januar auf die Jahrhundertmarke von 10,69 m und überflutet weite Teile der Altstadt. - Der KEC wird Deutscher Eishockey-Meister.

 

1996

Auf dem alten Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof wird das Gaudi-Zelt errichtet. - Im Müngersdorfer Stadion wird die "Albert-Richter-Bahn", eine überdachte Radrennbahn, eröffnet.

 

1997

Mehr als 10.000 Läufer sind beim ersten Köln-Marathon dabei. - Seit nunmehr 25 Jahren stellen sich Künstler in der Talentprobe einem fachkundigen Publikum.

 

1998

Das Verwaltungsgericht Berlin verbietet die flächendeckenden Zonen für Anwohnerparkplätze in Köln. - Der Dom wird von der Unesco in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. - In Deutz wird die mit einem Fassungsvermögen von ca. 20.000 Zuschauern größte Mehrzweckhalle Europas, die KölnArena, eröffnet. - In Roggendorf öffnet die "Öffentliche Kölner Golfsportanlage" ihre Bahnen zu den 18 Löchern. - Erstmals in seiner Vereinsgeschicht steigt der 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ab.

 

1999

Die SPD verliert erstmals nach 43 Jahren die Wahlen zum Rat der Stadt und damit den Posten des Oberbürgermeisters an die CDU. Neuer OB wird Harry Blum. - DuMont-Schauberg schluckt die "Kölnische Rundschau". - Der Schibsted-Verlag bringt "20 Minuten Köln" auf den Markt und eröffnet den "Kölner Krieg der Gratiszeitungen". - Am 20. September stirbt Willy Millowitsch. - Im Rheinauhafen öffnet das Deutsche Sport- und Olympia-Museum. - Dr. h.c. Norbert Burger wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.

 

2000

Oberbürgermeister Harry Blum verstirbt völlig überraschend ein halbes Jahr nach Amtsantritt. Sein Nachfolger als OB wird Fritz Schramma. - Das Terminal 2 am Flughafen Köln/Bonn nimmt seinen Betrieb auf. - Der 1. FC Köln schafft den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, Fortuna Köln dagegen muss sich mit dem Abstieg aus der 2. Liga vorerst aus dem Profigeschäft verabschieden. - Die Bläck Fööss feiern ihren 30. Geburtstag.

 

2001

Das neue Wallraff-Richartz-Museum in der Martinstraße wird eingeweiht. - Am 11. Juli verliert Schibsted den "Kampf der Gratiszeitungen" und stellt "20 Minuten Köln" ein, "Köln Extra" und "Kölner Morgen" folgen. - Der Kölner Zoo schließt aus Angst vor der Maul- und Klauenseuche seine Pforten. - Im MediaPark wird der 148 Meter hohe KölnTurm fertiggestellt. - Konsul Dr. h.c. mult. Hans Imhoff und Alfred Neven DuMont werden zu Ehrenbürgern der Stadt Köln ernannt.

 

2002

Im März tritt der ehemalige Kölner SPD-Fraktionschef und Landtagsabgeordnete Norbert Rüther von allen Ämtern zurück; der Spendenskandal der Kölner SPD wird aufgedeckt. - Das Müngersdorfer Stadion wird abgerissen und Zug um Zug durch einen Neubau ersetzt. - Die Kölner Verkehrsbetriebe feiern ihren 125. Geburtstag. - Der KEC wird völlig überraschend Deutscher Eishockey-Meister. - Der 1. FC Köln steigt nach einer katastrophalen Saison erneut in die 2. Bundesliga ab. - Der Bau der neuen Nord-Süd-U-Bahn beginnt.

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