Kölner Zeitgeschichte ab
100.000 vor Chr. [Quelle: Kölnerbucht.de]
Hier findest Du die wichtigsten Ereignisse der kölner Geschichte in chronologischer Aufzählung wieder, bis zum Jahre 2002.
um 100000 v.Chr.
Die ältesten Spuren
menschlichen Lebens im Kölner Raum deuten auf Wohnstellen
altsteinzeitlicher
Menschen.
um 5500 v.Chr.
Erste Bauern werden seßhaft
und praktizieren damit eine Lebensweise, die nicht dem damals üblichen
Nomadentum der Jäger und Sammler entspricht. Die erste bekannte
Siedlung der
Bandkeramiker entsteht.
ab 1200 v.Chr.
Ausläufer der
Urnenfelderkultur beeinflussen das Rheinland.
750 v.Chr.
Die Urnenfelderkultur wird
in einem fließendem Übergang von der Hallstatt-Kultur abgelöst.
700 - 500 v.Chr.
Ebenfalls in einem
fließenden Übergang wird die die Hallstätter-Kultur von der
La-Tène-Kultur
(keltische Kultur) übernommen.
Die Kelten nennen sich
westlich des Rheins Gallier.
300 v.Chr.
Die Germanen erreichen den
Niederrhein und verdrängen die hier ansässigen Kelten gen Süden, bevor
diese
vollständig ins römische Reich einge-gliedert werden.
100 v.Chr.
Die Euboren, ein auf
bel-gischem Gebiet angesiedelter keltischer Stammesverband, siedelt
sich in der
Kölner Bucht an.
58 v.Chr.
Gajus Julius Caesar,
Statt-halter der römischen Provinz Gallia Narbonensis, erobert ganz
Gallien
einschließlich des Rheinlands, die Römer betreten zum ersten Mal die
rechte
Rheinseite.

39 v.Chr.
Der römische Feldherr
Marcus Vipsanius Agrippa, Freund und Schwiegersohn von Octavian (der
spätere
Kaiser Augustus), fördert die römische Kolo-nisierung Germaniens und
gründet
eine Siedlung für germanische Ubier, die er von der rechten auf die
linke
Rheinseite umsiedelt. Die Römer errichten dort ein Zweilegionenlager,
die Ubier
das "oppidum Ubiorum", den Vorgänger der Stadt Köln.
5
Es entsteht der älteste
Steinbau nördlich der Alpen, dessen Untergeschoss bis heute erhalten
ist: Das
"Ubier-Monument". Dieser Turm stand im Nordosten der Ubiersiedlung
"oppidum Ubiorum".
15
Agrippina die Jüngere wird
im "oppidum Ubiorum" geboren. Sie wird nicht nur für Kölns Geschichte
eine ent-schescheidende Rolle spielen.
50
Kaiser Claudius erhebt auf
Drängen Agrippinas die Ansiedlung zu einer Kolonie römischen Rechts
namens
Colonia Claudia Ara Agrippinensium.
Eine vier Kilometer lange
Stadtmauer mit neun Toren und 21 Türmen wird gebaut. Die Anordnung der
Hauptstraßenachsen ist bis heute bestimmend für die Kölner Innenstadt:
In
Nord-Süd-Richtung entsteht die Cardo Maximus (heute: Hohe Straße), und
vom
Rhein nach Westen entsteht der Decumanus Maximus (die Schildergasse).

50 bis 1288
50-70
Eine vier Kilometer lange
Stadtmauer mit neun Toren und 21 Türmen wird gebaut. Die Anordnung der
Hauptstraßenachsen ist bis heute bestimmend für die Kölner Innenstadt:
In
Nord-Süd-Richtung entsteht die Cardo Maximus (heute: Hohe Straße), und
vom
Rhein nach Westen entsteht der Decumanus Maximus (die Schildergasse).
89
Die CCAA wird zur Hauptstadt
der Provinz Niedergermanien. An der rheinseitigen Stadtmauer wird der
Palast
des Statthalters von Niedergermanien gebaut, das Praetorium.
259
Postumus gründet in Köln
ein vom Kaiserreich unabhängiges römisches Reich, das erfolgreich die
Rheingrenze gegen die Germanen verteidigt.
310
Kaiser Konstantin verbindet
mit der ersten festen Brücke über den Rhein das Kastell Deutz mit der
Stadt.
313
Das Toleranzedikt von
Mailand gewährt die freie Religionsausübung. Unter Bischof Maternus
entsteht
die erste Kölner Bischofskirche.
321
Erste Erwähnung einer
jüdischen Gemeinde in Köln; Christen gibt es in Köln seit Ende des 2.
Jahrhunderts.
355
Im November/Dezember fallen
fränkische Scharen in Gallien ein und erstürmen Köln nach zweimonatiger
Belagerung.
356
Die Stadt wird von den
Römern unter der Führung von Julianus zurückerobert.
410
Die in der Stadt
verbliebenen Römer (die meisten Legionen werden von der Rheingrenze
abberufen,
um gegen die Westgoten zu kämpfen) stellen kaum eine Gegenwehr zu den
Franken
dar, die sich in Deutz niederlassen.
440
Wieder fallen die Franken
in Köln ein .
446
Aetius, ein weströmischer
Heeresmeister, gelingt es, die Franken erneut aus der Provinz zu
drängen.
455
Das römische Köln wird
endgültig von den Franken erobert.
470
Köln wird Hauptstadt des
Königreichs der ripuarischen Franken und gleichzeitig Sitz von König
Sigibert
dem Lahmen.
508
Clodwig gliedert nach der
Ermordung von Sigiberts Sohn Cloderich das Königreich der Ripuarier in
das
Merowingerreich ein.

785
Karl der Große gründet das
Erzbistum Köln.
790
Im Auftrag von Erzbischof
Hildebold wird nach einem Brand des ältesten Doms von Köln an gleicher
Stelle
mit dem Bau des karolingische Doms begonnen.
870
Der karolingische Dom wird
fertiggestellt und am 27. September von Erzbischof Willibert geweiht.
881
Die Normannen verwüsten
Köln.
999
Ein neuer Erzbischof
besteigt den Kölner Bischofsstuhl, Heribert. Er lässt am Alten Dom eine
Pfalzkapelle anbauen und ist verantwortlich für den Bau eines
Benediktinerklosters im alten Deutzer Kastells, wo er auch 1021
begraben wird.
1031
Dem Erzbischof von Köln
wird das Amt des Kanzlers von Italien übertragen.
1074
Aufstand der Kölner Bürger
gegen Erzbischof Anno II., weil dieser ein Schiff der Kölner Kaufleute
beschlagnahmt. Anno muß fliehen, wirft den Aufstand aber später nieder.
1106
Die außerhalb der
Römermauern liegenden Stiftsbezirke von St. Ursula im Norden, St.
Gereon im
Westen und St. Georg im Süden werden im Zuge einer Stadterweiterung
eingeliedert.
1130
Es wird erstmals das
"Haus der Bürger" (Rathaus) und das Schreinwesen (eine Art Grundbuch)
erwähnt. Das Bürgerhaus steht an der Stelle des heutigen Rathaus. In
den
Schreinsbüchern werden vereinzelt Grundstücksverträge zwischen Bürgern
festgehalten. Gleichzeitig wird ein städtisches Siegel eingeführt - bis
dato
gab es nur königliche und erzbischöfliche Siegel.
1164
Erzbischof Reinald von
Dassel überführt die Gebeine der heiligen drei Könige.
1180
Im Zuge einer weiteren
Stadterweiterung werden die unbefestigten Stiftsbezirke und große
landwirtschaftlich genutzte Flächen in einer großen mittelalterlichen
Stadtmauer von mehr als acht Kilometern mit 12 Toren eingeschlossen,
die bis
1220 vollendet wird. In einem weiten Halbkreis umschloss sie das
Stadtgebiet
bis zum Rhein.
1216
Erstmals wird ein Rat der
Stadt erwähnt.
1248
Erzbischof Konrad von
Hochstaden legt am 15. August den Grundstein zum gotischen Dom.
1288
In der Schlacht von
Worringen am 5. Juni wird über die Macht am Niederrhein entschieden. In
der
Ritterschlacht kämpften mehrere Fürsten, u.a. der Herzog Jan I. von
Brabant
sowie der Graf von Berg gegen den Erzbischof Siegfried von Westerburg
um die
politische Freiheit Kölns. Nach der Schlacht ist Köln eine freie Stadt.
Die
Erzbischöfe, die die weltliche Macht verloren haben, residieren von
Bonn aus. -
Am 14. August verleihen Graf Adolf von Berg und seine Gemahlin
Elisabeth dem
Dorf an der Düssel die Stadtrechte

1322 bis 1815
1322
Der östliche Teil des Doms,
der Domchor, wird fertiggestellt.
1360
Die erste Kölner Messe-Ordnung
wird festgelegt.
1367
Im Rathaus wird der
"Lange Saal" vollendet. Seinen heutigen Namen "Hansasaal"
erhielt er durch den Beschluss der Hanse, deren Mitglied Köln ist,
einen Krieg
gegen den Dänenkönig Waldemar zu führen.
1388
Die Universität wird
gegründet. Sie ist damit die viertälteste im Deutschen Reich.
1396
Köln wird
"demokratisch". Ein Aufstand der Handwerkerzünfte gegen die
Patrizierherrschaft führt zu einer neuen Stadtverfassung: Im
Verbundbrief wird
die Gaffelverfassung geregelt. 22 Gaffeln - Verbünde von Zünften und
Kaufmannsgilden - stellen fortan den Rat der Stadt.
1414
Der Turm des (historischen)
Rathauses wird vollendet.
1444
Der Gürzenich wird als
"Herrentanzhaus" fertiggestellt.
1445
Stefan Lochner erstellt
sein Altarbild "Altar der Stadtpatrone".
1466
Der Buchdruck hält mit
Ulrich Zell, einem Gehilfen Gutenbergs, Einzug in die Stadt.
1475
Kaiser Friedrich III.
erhebt Köln offiziell zur freien Reichsstadt.
1515
Hermann von Wied wird
Kölner Erzbischof. Als ein erbitterter Gegner der Reformation ließ er
Adolf
Clarenbach und Peter Fliesteden als Ketzer hinrichten. Später schloss
er sich
den neuen Lehren an und wurde vom Papst abgesetzt.
1520
Luthers Schriften werden im
Domhof verbrannt.

1531
Teilansicht der Stadt nach
einem Holzschnitt Anton Woehnsam.
1544
Die ersten Jesuiten siedeln
sich in Köln an und unterrichten am Dreikönigengymnasium. Sie sollten
im
weiteren Verlauf eine entscheidende Rolle für Köln spielen, u.a halfen
sie der
Stadt gegen die Reformationsversuche.
1553
Die Börse wird gegründet.
1560
Die Bautätigkeiten am Dom
werden für 282 Jahre eingestellt. Der unvollendete Südturm mit dem
Baukran auf
dem Dach wird für Jahrhunderte zum Wahrzeichen Kölns.
1573
Die Renaissance-Vorhalle
des Rathaus wird erbaut. Sie erinnert mit ihren Ausschmückungen an die
römische
Vergangenheit und an die Befreiung von der weltlichen Macht der
Erzbischöfe.
1583
Der nächste Versuch das
Erzstift Köln in ein protestantisches Fürstentum umzuwandeln, endet in
einem
Krieg. Der Reformationsversuch wird unter der Führung von Erzbischof
Gebhard
Truchseß von Waldburg unternommen und führt zum sogenannten
Truchseßischen
Krieg, in dem die katholischen Fürsten und Kölner Bürger mit Hilfe
bayerischer
Truppen siegen. Am Ende erhält Köln mit Ernst von Bayern einen neuen
Erzbischof. Er war der erste von fünf Fürstbischöfen aus dem Hause
Wittelsbach,
die bis 1761 das Erzstift regierten.
1618
Der Bau der Kirche St.
Mariä Himmelfahrt wird mit starker Unterstützung seitens des
Erzbischofs von
den Jesuiten begonnen.
1618-1648
In den Zeiten des
Dreißigjährigen Krieges bleibt Köln weitgehend neutral und unbelagert.
Obwohl
die Wirtschaft einerseits durch den Krieg geschwächt wird, wird
andererseits
Köln ein bedeutender Waffenhandelsplatz.
1634
Jan von Werth besiegt bei
Nördlingen die schwedischen Truppen und wird zum Feldmarschall-Leutnant
ernannt.
1651
In einem wöchentlichen
Zyklus erscheint die "Kölner Postzeitung".
1652
Es wird beschlossen, dass
Nichtkatholiken binnen fünf Jahren die Stadt verlassen müssen.
1655
Am 18. Februar findet die
letzte Hexenverbrennung statt.
1686
Nikolaus Gülich wird
verurteilt und in Mülheim hingerichtet. Er führte einen Aufstand gegen
den
korrupten Rat, scheiterte aber trotz einiger Anfangserfolge.
1709
Giovanni Maria Farina
verbessert die Stadtluft mit Eau de Cologne.
1784
Der Rhein erreicht einen
Pegelstand von 13,55 m, der höchste, der je gemessen wird. Diese
Flutkatastrophe, bei dem riesige Eisschollen weite Teile Mülheims
zerstören,
fordert zahlreiche Todesopfer und lässt unzählige Bürger obdachlos
werden.

1794
Französische
Revolutionstruppen ziehen am 6. Oktober in die Stadt ein, die
Verfassung wird
außer Kraft gesetzt. Sie beschlagnahmen Kulturgüter, sorgen aber auch
für mehr
Sauberkeit und Sicherheit auf den Straßen der Stadt.
1801
Alle Kölner werden als
französische Staatsbürger vereidigt.
1802
Am 9. Juni werden alle
Stifte und Klöster zu Staatseigentum erklärt. Die freie
Religionsausübung
bleibt gewährleistet und katholische Gemeinden feiern die Gottesdienste
in den
großen Stiftskirchen, wodurch diese erhalten bleiben. - Kleinere
Pfarrkirchen
werden nach und nach abgebrochen, verbunden mit unermäßlichen
kunsthistorischen
Verlusten. Nur einigen Sammlern wie Ferdinand Franz Wallraff und den
Brüdern
Sulpiz und Melchior Boisserée gelingt es, einige Kunstwerke zu retten.
- Die
freie Religionsausübung führt dazu, dass die über Jahrhunderte nicht
geduldeten
Protestanten und Juden neue Gemeinden in Köln gründen.
1803
Gründung der Handelskammer.
1804
Napoleon besucht zum ersten
Mal Köln (ein zweites Mal 1811) und die Kölnern beschehren ihm einen
begeisterten Empfang. - Der Code Civil wird eingeführt, der bis zur
Einführung
des Bürgerlichen Gesetzbuches 1900 gilt.
1814
Angesichts vordringender
preußischer Truppen räumen die Franzosen die Stadt.
1815
Mit dem Wiener Kongreß
fällt das katholische Rheinland an die protestantische Großmacht
Preußen. Köln
wird von den Preußen zur Festungsstadt gegen die französische Bedrohung
ausgebaut.
1819 bis 1930
1819
Jaques Offenbach wird
geboren.
1821
Köln wird durch eine
Vereinbarung zwischen Preußen und Papst Pius VII. wieder zum Erzbistum.
1822
Die erste feste
Schiffsbrücke seit 310 ersetzt die Fähre nach Deutz. - Köln ist mit
über 56 000
Einwohnern die bei weitem größte Stadt in der Rheinprovinz.
1823
Der erste von einem
Festkomitee organisierte Rosenmontagszug zieht durch die Straßen der
Stadt.
1824
Der Kölner Professor
Ferdinand Franz Wallraf hinterlässt der Stadt eine Sammlung von
Kunstwerken der
unterschiedlichsten Gattungen und Epochen. Johann Heinrich Richartz
stiftet das
Geld für ein angemessenes Museumsgebäude.
1825
Erzbischof Graf von Spiegel
tritt sein Amt an. Er ist der erste Bischof seit der Mitte des 13.
Jahrhunderts, der keinen Anspruch auf weltliche Macht erhebt und wieder
in der
Stadt wohnt. - Die Kölner Handelskammer beschließt am 03. Oktober die
Gründung
der preußisch-rheinischen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Die Strecke
Köln-Rotterdam-Antwerpen wird nach Fahrplan befahren. - Der erste
Dampfer im
Fährbetrieb zwischen Köln und Mainz beginnt seine Fahrt im Mai.
1828
Das erste "Adress-Buch
oder Verzeichniss der Einwohner der Stadt Cöln" erscheint im
Greven-Verlag.
1837
Der erste "Kölnischer
Anzeiger und Rheinische Handelszeitung" aus dem Hause Greven erscheint.
-
Am 20.November wird der Kölner Erzbischof Clemens August von Droste zu
Vischering vom preußischen Militär verhaftet. Grund der Verhaftung:
Seine harte
Haltung im "Mischehestreit". Mit dieser Verhaftung erreicht eine
heftige kulturelle Auseinandersetzung zwischen dem preußischen Staat
und der
katholischen Kirche einen Höhepunkt.

1838
Eine von der Stadt Mainz
erworbene feste Brücke ersetzt die Fähre nach Mülheim.
1839
Die erste Teilstrecke der
Eisenbahnlinie Köln-Aachen wird in Betrieb genommen. Es fährt ein Zug
der
Rheinischen Eisenbahngesellschaft vom Thürmchenswall nach Müngersorf.
1840
Gründung des
Zentral-Dombau-Vereins zu Köln.
1842
König Friedrich Wilhelm IV.
legt am 4. September den Grundstein zum Weiterbau des Kölner Domes.
1856
Franz Egon Graf zu
Fürstenberg-Stammheim wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1849
Seit dem 20. Januar
verbindet Berlin, Köln und Aachen eine Telegraphenlinie. - Der erste
Gesellenverein wird am 6. Mai durch Adolf Kolping gegründet.
1859
Der Hauptbahnhof und eine
Eisenbahnbrücke (Dombrücke) werden fertiggestellt. - Ernst Moritz Arndt
wird
zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1860
Der Kölner Zoo wird
gegründet.
1861
Das erste
Wallraf-Richartz-Museum nach Entwürfen der Kölner Architekten Felten
und Raschdorff
wird auf dem Platz des Minoritenklosters im neugotischen Stil eröffnet.
1864
Die Parkanlage "Die
Flora", angelegt nach den Plänen von Peter Joseph Lenné, wird eröffnet.
1875
Otto Fürst von Bismarck
wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1876Nicolaus August Otto
konstruiert den ersten Viertakt-Motor. - Der erste Kölner Stadtanzeiger
erscheint. - Am 5. Januar erblickt Konrad Adenauer das Licht der Welt.
1879Helmuth Graf von Moltke
wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1880
Am 23. Juli werden die
Arbeiten am Nordturm des gotischen Doms und somit an der gesamten
Kathedrale
beendet. Am 15. Oktober wird die Vollendung in Gegenwart von Kaiser
Wilhelm I.
mit einem Festzug gefeiert. Der Gottesdienst fällt dagegen relativ kurz
und
spärlich aus, da der Erzbischof Melchers nach Schwierigkeiten mit dem
Preußischen Staat in Holland lebt und auch zu diesem Anlass nicht nach
Köln
kommt.
1881
Die mittelalterliche
Stadtmauer wird abgerissen. Die Industrialisierung hinterläßt Spuren:
Schokoladenfabrik Stollwerck, Deutzer Motorenfabrik, Zuckerfabrik
Pfeiffer
& Langen.
1882
Die ersten 100 Telefone
werden in der Stadt installiert.
1888
Durch Eingemeindungen wird
Köln am 20. Februar zur flächenmäßig größten Stadt Deutschlands.

1895
Dr. Gustav von Mevissen,
Augustus Reichensperger und Dr. Heinrich von Stephan werden zu
Ehrenbürgern der
Stadt Köln ernannt.
1898
Am 3. März wird auf der
Pferderennbahn in Weidenpesch das erste Pferderennen ausgetragen.
1900
1905
Wilhelm von Becker wird zum
Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1907
Die Handelshochschule wird
eröffnet.
1910
Die Südbrücke wird für den
Eisenbahnverkehr in Betrieb genommen. - Prof. Dr. Alexander Schnütgen
wird zum
Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1911
Die Hohenzollernbrücke wird
als Ersatz für die Dombrücke fertiggestellt.
1914
"Die Flora" wird
durch den Botanischen Garten nach Norden erweitert.
1915
Die Hindenburgbrücke
ersetzt die feste Brücke nach Deutz.
1917
Konrad Adenauer wird
Oberbürgermeister der Stadt.
1918
Seit dem 06. Dezember besetzen
britische Truppen die Stadt.
1919
Eine 19-jährige
Auseinandersetzung um die Schreibweise Kölns wird beendet - seit dem
01.
Februar wird Köln mit "K" und nicht mehr mit "C"
geschrieben.
1920
Laut Volkszählung vom 01.
Juni hat Köln 656.831 Einwohner.
1922
Angesichts der anhaltenden
Hungersnot im Land und der sprunghaft gestiegenen Preisen werden in
Köln
Geschäfte geplündert und Großdemonstrationen abgehalten. - Das
Messegelände in
Deutz wird errichtet.
1923
Der "Kölner Stadt
Anzeiger" wird als eigenständige Zeitung vom Verlag M. DuMont-Schauberg
herausgebracht. Im Zeichen der Wirtschaftskrise sollte die Zeitung am
Ende des
Jahres 350 Mio. Mark pro Ausgabe kosten. - Das Müngersdorfer Stadion
wird am
16. September fertiggestellt.
1924
Nach 12 Jahren Bauzeit wird
am 25.10. das mit 65 Metern höchste Haus Europas am Hansaring
eingeweiht. - Als
Ersatz für die zu Kriegszwecken eingeschmolzene "Kaiserglocke" wird
vor dem Kölner Dom die St. Petersglocke eingeweiht. Mit einer Höhe von
3,20 m,
einem Durchmesser von 3,22 m und einem Gewicht von 24 Tonnen ist sie
die größte
freischwingende Glocke der Welt.

1929
Die Mülheimer Brücke als
größte Kabelbrücke Europas wird gebaut.
1930
Die Ford-Werke lassen sich
in Köln-Niehl nieder.
1933 bis 1945
1933
Nach der Kommunalwahl am
13. März, bei der die NSDAP mit 39,6% die stärkste Partei im Stadtrat
wird,
flieht der amtierende Oberbürgermeister Adenauer aus der Stadt und wird
für
abgesetzt erklärt. Zum Nachfolger wird Günther Riesen (NSDAP) bestimmt.
1936
In das entmilitarisierte
Rheinland marschieren deutsche Truppen am 07. März über die
Rheinbrücken ein.
1940
Die Köln lebenden Sinit und
Roma werden am 16. Mai verhaftet und deportiert.
1941
Das römische Dionysosmosaik
wird bei dem Bau eines Luftschutzbunkers an der Südseite des Domchors
entdeckt.
- Die Rodenkirchener Brücke wird in Betrieb genommen. - Der Höhenberger
Sportpark wird fertiggestellt.
1942
Am 31. Mai legen 1.000
Bomber Köln in Schutt und Asche, über 5.000 Häuser werden zerstört und
an die
500 Menschen getötet. - Joseph Frings, Regens des Priesterseminars,
wird
Erzbischof von Köln.
1945
Als am 2. März die Bomber
nach dem letzten der 262 Fliegerangriffe abdrehen, haben die etwa 1,5
Millionen
abgeworfenen Minen, Spreng- und Brandbomben die Stadt zu 70%, das
Zentrum zu
über 90% zerstört. 20.000 Menschen haben ihr Leben verloren. - Am 6.
März ist
für Köln der Krieg vorbei: Deutschen Pioniere sprengen die
Hohenzollernbrücke,
bevor das VII. Korps der 1. US-Army in die Ruinen einrückt. - Am 12.
April wird
auch das rechtsrheinische Köln besetzt, im Juni folgen britische
Besatzungstruppen. - Von einst 768.000 Einwohnern leben nur noch 40.000
in dem,
was einst eine Stadt war.
Bereits am 23. April
beginnen die Instandsetzungsarbeiten am Dom. - Konrad Adenauer wird am
4. Mai
wieder als Oberbürgermeister eingesetzt. - Am 01. Oktober findet die
erste
Sitzung des neu berufenen Rates statt. - Zur Planung eines neuen Kölns
wird aus
Stadtvertretung, Stadtverwaltung und sachkundiger Bürgerschaft die
"Wiederaufbaugesellschaft" gebildet.

1946
bis 1960
1946
Am 18. Februar wird
Erzbischof Josef Frings von Papst Pius XII. zum Kardinal ernannt. - Die
"Kölnische Rundschau" erscheint erstmals am 19. März. - Die Südbrücke
wird am 3. Mai für den Eisenbahnverkehr wieder freigegeben. - Obwohl
unter
britischer Besatzung, finden die ersten freien Wahlen für den Rat der
Stadt
Köln am 13. Oktober statt. Wahlsieger ist die CDU, Hermann Pünder wird
zum
Oberbürgermeister gewählt. - Bereits einen Tag vorher, am 12. Oktober,
erfreuen
sich die Bürger wieder an Pferderennen auf der Pferderennbahn in
Weidenpesch. -
Am 31. Dezember verkündet Kardinal Frings seinen moralischen Beistand
für alle,
die sich Brikets und Koks von den Kohlezügen der Alliierten holen.
1947
Die mit der Planung eines
neuen Kölns beauftragte "Wiederaufbaugesellschaft" präsentiert ihr
Konzept: Hauptmerkmal soll ein Nord-Süd-Durchbruch sein (heute die
Nord-Süd-Fahrt). - Am 29. November wird in der Uni die Sporthochschule
gegründet.
1948
Am 13. Februar wird aus dem
Kölner Ballspielclub 01 und dem SV Sülz 07 wird der 1. Fußball-Club
Köln 01/07,
am 21. Februar aus SV Victoria 1911, Sport-Verein Köln 1927 und
Bayenthaler
Spielverein der SC Fortuna Köln 1911. - Ernst Schwering (CDU) wird am
19. April
zum Oberbürgermeister gewählt, ihm folgt am 15. November nach einem
Losentscheid Robert Görlinger (SPD). - Ab dem 22. April können die
Bürger
wieder im Kaufhof an der Hohe Straße einkaufen. - Der erste Zug rollt
wieder
über die Hohenzollernbrücke. Auch die Deutzer Brücke (vorher
Hindenburgbrücke)
ist wieder errichtet. - Der erste Ford-PKW, ein Taunus 48, rollt am 1.
Oktober
vom Band. - Am 16. Dezember wird erneut Ernst Schwering zum
Oberbürgermeister
gewählt.
1949
Die Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände wird am 28. Januar gegründet. - Der erste
Rosenmontagszug zieht mit dem Motto "Meer sin widder do un dun wat mer
künne" durch die Trümmer der Stadt. - Am 11. Juli lässt ein leichtes
Erdbeben die Stadt erzitttern. - Mit dem 1. September erscheint die
Westdeutsche Zeitung täglich. - Am 19. Oktober wird die
Bundesvereinigung der
Deutschen Industrie gegründet. - Mit dem 29. Oktober erscheint auch der
Kölner
Stadtanzeiger wieder.
1950
Die erste Fähre zwischen
Merkenich und Leverkusen setzt am 1. März über. - Am 8. März bebt die
Erde
erneut, diesmal deutlich stärker. - Die erste Nachkriegsausgabe von
Greven´s
Adressbuch erscheint am 6. April. - Seit dem 19. Juni gibt es in Köln
Ampeln,
die erste auf der Kreuzung Aachener Str./Moltkestr. - Das Bundesamt für
Verfassungsschutz nimmt seine Arbeit in der Stadt auf. - Die Bahnen der
Stadt
Köln heißen ab dem 6. November Kölner Verkehrs-Betriebe. - Turnusgemäß
übernimmt Robert Görlinger am 18. November das Amt des
Oberbürgermeisters. -
Der "Köln-Bonner Flughafen Wahn GmbH zu Porz" wird am 8. Dezember
gegründet.
1951
Am 2. Januar erklärt der
Rat alle Ehrenbürgerschaften aus der NS-Zeit für nichtig. - Mit dem 3.
Januar
ist Köln wieder an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.
Die
ersten Linienmaschinen fliegen nach Berlin und London. - Am 14. März
wird Köln
und ganz Westeuropa wieder von einem Erdbeben erschüttert. - Der
Tanzbrunnen
wird am 13. Mai eröffnet. - Am 16. Juni wird der neue Pegelturm an der
Deutzer
Brücke in Betrieb genommen. - Die Wiedereröffnung der Mülheimer Brücke,
als
letzte im Krieg zerstörte Brücke, wird am 8. September gefeiert. - Zum
neuen
Oberbürgermeister wird Ernst Schwering gewählt. - Dr. h.c. Hans Böckler
und Dr.
h.c. Konrad Adenauer werden zu Ehrenbürgern der Stadt Köln ernannt.
1952
EMI Electrola
verlegt am
13. März seinen Firmensitz von Berlin nach Köln. - Peter Müller,
genannt
"de Aap", geht am 7. Juni in die Sportgeschichte ein, als er im Kampf
gegen Hans Stretz um die deutsche Meisterschaft im Mittelgewicht in der
achten
Runde den Ringrichter Max Pippow mit einem gekonnten rechten Kinnhaken
auf die
Bretter schickt. - In Fühlingen wird am 8. Oktober das Projekt einer
Einschienenbahn "Alweg-Bahn" der Öffentlichkeit vorgeführt.
1953
Die Deutsche Welle geht am
3. Mai auf Sendung.
1954
Der Wiederaufbau der
Rodenkirchener Brücke ist am 8. März abgeschlossen. - Der 1. FC Köln
wird
Westdeutscher Fussballmeister. - Der Landschaftsverband Rheinland wählt
Köln
als Verbandssitz.
1955
Bei einem Hochwasser im
Januar werden weite Teile der Altstadt überflutet. - Der Aachener
Weiher und
die verbundenen Kanäle werden im September fertigestellt. - Am 30.
Oktober
feiert die Pfarrkirche St. Pantaleon ihr 1000jähriges Bestehen.

1956
Der Westdeutsche Rundfunk
wird selbständige Sendeanstalt. - Seit dem 1. Juli erhalten alle
Kraftfahrzeuge
ein Kennzeichen mit "K". - Am 30. August wird zum Katholikentag der
restaurierte Dom wiedereröffnet. - Die CDU verliert erstmals nach dem
Krieg die
Wahlen zum Rat der Stadt und damit das Amt des Oberbürgermeisters an
die SPD.
Theo Burauen wird am 9. November zum neuen Oberbürgermeister gewählt.
1957
Das zweite
Wallraf-Richartz-Museum, nach den Plänen der Kölner Architekten Rudolf
Schwarz
und Josef Bernard errichtet, wird ebenso wie das Opernhaus eröffnet. -
Zur
Bundesgartenschau im Rheinpark wird die
Rheinseilbahn
eröffnet, jetzt können die Kölner zum anderen Rheinufer schweben. - Am
23. Juli
fährt die erste Alweg-Bahn in Fühlingen im Testbetrieb. In Ehrenfeld
öffnet am
26. September der erste Supermarkt Deutschlands.
1958
Das Kölnische Stadtmuseum
wird am 11. Januar eröffnet, das Agrippa-Bad am 14. Mai, die
"Opern-Terassen" am 16. August. - Der Ölhafen in Niehl wird am 30.
September fertiggestellt. - Am 5. Dezember lädt auch "Die Bastei"
wieder zum Verweilen ein. - Die "Kölner Sporthalle" wird auf dem
Messegelände fertiggestellt.
1959
Das Jüdische Kulturzentrum
und die Synagoge in der Roonstraße werden eingeweiht. - Inbetriebnahme
der
Severinsbrücke am 7. November nach drei Jahren Bauzeit und endgültige
Wiederherstellung der Hohenzollernbrücke. - Am 11. Dezember nimmt der
erste
Autolift Deutschlands im Kaufhof-Parkhaus seinen Betrieb auf. - Prof.
Dr.
Theodor Heuss wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1960
Der Zoo feiert seinen 100.
Geburtstag, die Ford-Werke in Niehl ihren 30. Gründungstag. - Am 12.
November
werden unter dem Dach der "Stadtwerke Köln GmbH" die
Kölner-Verkehrs-Betriebe AG und die Gas,- Elektrizitäts- und
Wasserwerke AG
gegründet. - Mit dem 31. Dezember wird die Begrünung der sieben
Trümmerberge
abgeschlossen. Aus der zerstörten Stadt wurden seit Kriegsende
17.457.047
Kubikmeter Trümmerschutt beseitigt, sieben künstliche Hügel-Anlagen
entstehen:
Im Inneren Grüngürtel am Aachener Weiher, der Herkulesberg, im Äußeren
Grüngürtel
an der Berrenrather Straße und der Longericher Höhe, im Beethovenpark,
der
Vingster Berg sowie der Rheinpark.
1961 bis 1975
1961
Mit dem 1.1. wird in der
Stadtverwaltung wird die 5-Tage-Woche eingeführt. - Am 4. September
stirbt
Josef Haubrich. - Der Dombunker mit dem Dioysios-Mosaik wird am 24.
November
wiedereröffnet. - Seit dem 11. Dezember fahren Autoleihbüchereien durch
Köln.
1962
Die Nord-Süd-Fahrt, die das
Stadtzentrum teilt, wird fertiggestellt. - Der 1. FC Köln wird mit
einem 4:0
über den 1. FC Nürnberg zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte
Deutscher
Meister.
1963
Am 7. März wird das
Kinderkrankenhaus Amsterdamer Str. eröffnet. - Im Rahmen seiner
Deutschlandreise stattet US-Präsident Kennedy am 23. Juni Köln einen
Besuch ab.
Seine Rede vor dem Rathaus schließt er mit "Köllen Alaaf!". - In der
Komödienstraße beginnen am 19. September die Arbeiten für die U-Bahn. -
Am 17.
November feiert der Domchor sein 100jähriges Bestehen. - Die Mülheimer
Stadthalle wird am 29. Dezember eröffnet.
1964
Am 20. Januar wird das
Verlagshaus der Kölnischen Rundschau an der Stolkgasse eingeweiht. -
Das Eis-
und Schwimmstadion an der Lentstraße wird am 11. März eröffnet. - Am
11. Juni
findet in der Katholischen Volksschule in Volkhoven ein grausiges
Attentat statt:
Ein 42jähriger Dreher dringt mit einer Lanze sowie einem
selbstgebasteltem
Flammenwerfer in das Schulgebäude ein und ersticht zwei Lehrerinnen. 28
Kinder
erleiden schwere Brandverletzungen, an denen acht am folgenden Tag
sterben. Die
Schulbaracken werden abgerissen, die neue Schule wird
Ursula-Kuhr-Schule
heißen, die Schule in Fühlingen wird zur Gertrud-Bollenrath-Schule
umbenannt. -
Im September werden die Arbeiten am Turm von Groß St. Martin
fertiggestellt. -
Am 16. Oktober wird die Schweizer Ladenstadt eröffnet. - Die
Klöckner-Humbold-Deutz AG feiert ihr 100jähriges Bestehen. - Der 1. FC
Köln
wird erneut Deutscher Meister.
1965
Queen Elisabeth II. besucht
die Stadt am 25. Mai. - Im Fernmeldehochhaus an der Cäcilienstraße, mit
75
Meter Höhe das höchste Gebäude (ohne Kirchen) in Köln, wird die Arbeit
aufgenommen. - Die Leverkusener Autobahnbrücke schließt den Kölner
Autobahnring. - Im August legen Archäologen das Ubier-Monument frei. -
August
Neven DuMont stirbt am 11. Oktober. - Der dreimillionste Ford verläßt
das
Fertigungsband in Niehl. - Rudi Altig wird in der Sporthalle
Europameister im
Omniumfahren der Profis. - Am 24. Dezember zerstört ein Großbrand die
Büroräume
der Deutschen Welle.
1966
Am 23. Februar wird die
Schildergasse in eine Fußgängerzone umgewandelt. - Der für
Einbürgerungen
zuständige Stadtoberinspektor Peter Wolff wird im Amt für öffentliche
Ordnung
von einem Jugoslawen erschossen. - Am 10. Juni wird der in den Rhein
verirrt
Belugawal "Mobby Dick" in Köln gesichtet. - Rudi Altig wird am 25.
August Straßenweltmeister der Rad-Profis. - Die Zoobrücke wird nach
vierjähriger Bauzeit am 22. November eingeweiht.
1967
Am 19. April stirbt Konrad
Adenauer im Alter von 91 Jahren. - Die Kölner Bank feiert ihr
100jähriges
Bestehen. - Josef Kardinal Frings wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln
ernannt.
- Dr. Kurt Neven DuMont, Herausgeber des Kölner Stadtanzeigers, stirbt
am 6.
Juli. - Am 26. September wird die neue verkehrsfreie "Hohe Straße"
eröffnet.
1968
Der 4-millionste Pkw
verläßt am 3. April die Ford-Werke in Niehl. Am 20. Juni wird das
Entwicklungszentrum in Merkenich eingeweiht. - Der 1. FC Köln wird
erstmals in
seiner Vereinsgeschichte Deutscher Pokalsieger. - Die letzte Gaslaterne
erlischt am 9. Sptember. - Die alte Strafanstalt "Klingelpütz" wird
durch die neue JVA Ossendorf ersetzt. - Die U-Bahn wird am 11. Oktober
zwischen
Friesenplatz und Hauptbahnhof wird eröffnet.

1969
Am 23. Februar wird der
tritt der amtierende Erzbischof Joseph Frings aus gesundheitlichen
Gründen
zurück. Sein Nachfolger, Prof. Dr. Joseph Höffner, wird am 2. März in
sein Amt
eingeführt. Am 28. März wird Joseph Höffner von Papst Paul VI. zum
Kardinal
ernannt. - Ein Insektenvertilgungsmittel gelangt in den Rhein und tötet
fast
den gesamten Fischbestand. - In Merkenich wird mit der Schornstein des
Heizkraftwerks das höchste Gebäude in Köln (247,30 m) in Betrieb
genommen. - Im
Juni wird das Gefängnis "Klingelpütz" in der Innenstadt abgerissen. -
Am 23. Juli stirbt Dr. Reinhold Heinen, langjähriger Herausgeber der
Kölnischen
Rundschau.
1970
Ende Februar versinkt die
Altstadt im Hochwasser. - Am 15. April wird in Deutz das
Lufthansa-Verwaltungshochhaus fertiggestellt. - Das 5000. Pferderennen
in
Weidenpesch findet am 9. September statt. - Auf dem Neumarkt findet
erstmals seit
1950 wieder ein Weihnachtsmarkt statt. - Die Dombauhütte bezieht die
neuen
Werkstätten nenebn dem Dom.
1971
Am 21. Januar wird das
Thermalbad "Dreikönigsbad" eröffnet. - Dem Kölner Zoo wird am 27.
April das Aquarium angegliedert. - Am 29. April öffnet die
Bundesgartenschau
(zum 2. Mal) im Rheinpark. Eine besondere Attraktion ist der
Vergnügungspark
"Tivoli". - Seit dem 21. Juni werden widerrechtlich geparkte KfZ
abgeschleppt. - Am 30. Juni beginnt der Abriss des Müngersdorfer
Stadions. - Der
Bau des U-Bahn-Tunnels nach Riehl und Niehl muss wegen Fehlplanungen
eingestellt werden und dient der Championzucht. - Das Historische
Archiv der
Stadt befindet sich seit dem 9. Dezember in der Severinstraße.
1972
Wiedereröffnung des
historischen Rathauses. - Die Köln-Düsseldorfer nehmen den
"Rheinpfeil" in Betrieb, ein Tragflügelboot, das mit 65 km/h zwischen
Köln und Mainz pendelt. - Der Kölner Eishockey-Club "Die Haie" (KEC)
wird gegründet.
1973
Fortuna Köln steigt in die
Bundesliga auf. - Am 1. Juli erscheint der erste Sonntags-Express. -
Das
Colonia-Hochhaus, mit 46 Etagen und einer Höhe von 137,50 Meter das
höchste
Wohnhaus Europas, wird am 1. August eröffnet. - Auch das
Herkules-Hochhaus und
das Uni-Center werden fertiggestellt. - John van Nes Ziegler wird am
20.
Dezember Nachfolger von Theo Burauen im Amt als Oberürgermeister. - Dr.
h.c.
Theo Burauen wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1974
Die erste Bläck Fööss LP
"Op bläcke Fööss noh Kölle" erscheint in Januar. - Am 10. Februar
wird auf das Gebäude des BDI ein Bombenattentat verübt. - Das
Römisch-Germanische Museum, auf den Mauern der 1941 entdeckten
römischen
Stadtvilla mit dem weltberühmten Dionysos-Mosaik erbaut, wird am 4.
März
eröffnet. - Die Bronzeskulpturen von Tünnes und Schäl werden enthüllt.
-
Fortuna Köln steigt wieder in die 2. Bundesliga ab. - Am 26. Juni wird
das
Privatbankhaus I.D. Herstatt geschlossen. Im Dezember muss der
Mehrheitsaktionär Dr. Hans Gerling die Hälfte seines Konzerns
verkaufen, um die
Gläubiger zu entschädigen.
1975
Durch die Gebietsreform
werden die Städte Porz und Wesseling, die Gemeinden Rodenkirchen,
Lövenich und
Sinnersdorf sowie die Ortsteile Widdersdorf und Marsdorf eingemeindet.
Köln
wird Millionenstadt. - Klaus der Geiger, eigentlich Klaus von Wrochem,
gewinnt
am 25. März den Prozess gegen die Stadt und darf weiter auf den Straßen
musizieren. - Am 25. April bezieht die Staatliche Hochschule für Musik
die
Gebäude in der Dagobertstraße. - Das TÜV-Hochhaus in Poll wird am 20.
Juni
eröffnet. - Ein leichtes Erdbeben lässt das Lufthansa-Hochhaus am 23.
Juni
wackeln. - Seit dem 1. September spielt die Basketballmannshcaft des
ASV Köln
in der neuen Bundesliga. - Prof. Dr. h.c. Peter Ludwig wird zum
Ehrenbürger der
Stadt Köln ernannt. - In der Nacht zum 2. November wird in Schatzkammer
des
Domes eingebrochen und Kunstwerke für 10 Millionen DM geraubt oder
zerstört. -
Am 12. November wird das neue Müngersdofer Stadion eröffnet. - An
gleichen Tag
detoniert im Hauptbahnhof eine Bombe.
1976 bis 1990
1976
Die Stadtsparkasse besteht
seit 150 Jahren. - Am 23. Februar wird der Stadt die Sammlung moderner
Kunst
von Peter und Irene Ludwig geschenkt. - Die Stadt Wesseling klagt gegen
die
Gebietsreform und erreicht beim Landtag in Düsseldorf die
Wiederausgliederung.
Die Einwohnerzahl fällt wieder unter die Millionenmarke. - Am 16.
September
wird auf das Wohnhaus des Wohnungsspekulanten Günter Kaußen ein
Bombenattentat
verübt. - Im Oktober erscheint die erste "StadtRevue". - Die KVB
tritt der Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Rhein-Sieg (VRS) bei. - Am
14.
Oktober öffnet das Einkaufszentrum "City Center Chorweiler". - Der
Kölner Stadtanzeiger feiert seinen 100. Geburtstag.
1977
Am 26. Januar erscheint die
erste "Emma". - Das Museum für ostasiatische Kunst öffnet seine
Pforten. - Der KEC wird erstmals Deutscher Eishockey-Meister, der 1. FC
Köln
gewinnt den DFB-Pokal. - Toyota entscheidet sich am 23. August für Köln
als
Sitz seiner Hauptniederlassung. - Am 2. September wird der neue
Ebertplatz für
die Öffentlichkeit freigegeben. - In Lindenthal wird am 5. September
Arbeitgeberpräsident Dr. Hanns Martin Schleyer von der RAF entführt,
sein
Fahrer und drei Sicherheitsbeamte werden erschossen. Im Oktober wird
Schleyer
ermordet aufgefunden. - Trude Herr eröffnet ihr "Theater im
Vringsveedel"
am 9. September. - Auf dem Fühlinger See startet am 24. September das
erste
Rennen auf der Regattabahn. - Am 20. Oktober steht das zentrale
Ersatzteillager
der Ford-Werke in Merkenich in Flammen.
1978
Am 10. März entscheidet das
Landgericht, dass "Kölsch" auch in Bonn gebraut werden darf. - Die
neue zentrale Feuerwache Scheibenstraße wird am 22. März bezogen. - Dem
1. FC
Köln gelingt das Double: Er wird Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger.
- Am
10. August wird das Stadion Süd offiziell als Heimstadion von Fortuna
Köln
eröffnet. - Fritz Waffenschmidt, Inhaber des Saturns, sponsort die
Basketball-Mannschaft des ASV Köln, die sich in BSC Saturn umbenennt. -
Die
Rheinuferbahn stellt am 11. August ihren Betrieb ein. - Am 17. Dezember
stirbt
Josef Kardinal Frings.
1979
Mit der Zentralbibliothek
der Stadtbücherei am Neumarkt wird ein Lesezentrum eröffnet. - Der KEC
wird zum
zweiten Mal Deutscher Eishockey-Meister. - Der Nullpunkt des Kölner
Rheinpegels
wird auf 34,98 m über NN festgesetzt.

1980
Vom 2. Mai an werden alle
Busse und Bahnen von der KVB-Leitstelle Scheidtweilerstraße aus
dirigert. - In
Nippes wird St. Agnes durch ein Großbrand im Dachstuhl schwer
beschädigt. -
Seit dem 19. Oktober sendet die Deutsche Welle aus dem neuen Funkhaus
am
Raderberggürtel. - Papst Johannes Paul II. besucht die Stadt anläßlich
des
Jubiläumsjahres der Vollendung des Domes. - Der Kölner Literaturpreis
wird
eingerichtet. - Am 28. Oktober übernimmt Norbert Burger das Amt des
Oberbürgermeisters. - Die Serverinsbrücke erhält einen Zwilling und
wird in
doppelter Breite für den Verkehr freigegeben.
1981
Der BSC Saturn Köln wird
Pokalsieger und Deutsche Meister im Basketball. - Am 8. April wird auf
den
U-Bahnhof Neumarkt ein Bombenanschlag verübt, bei dem sieben Menschen
verletzt
werden und hoher Sachschaden entsteht. - Der Fernmeldeturm Colonius,
mit 243,
30 Metern das höchste Gebäude in Köln, wird am 3. Juni eröffnet. - Am
11.
November lässt Franz-Josef Antwerpes 11 Weinstöcke am
Regierungspräsidium
pflanzen. - Auch auf dem Alter Markt findet jetzt ein Weihnachtsmarkt
statt.
1982
Der BSC Saturn Köln wird
zum zweiten Mal deutscher Basketballmeister. - Der 560 Meter lange
Rheinufertunnel wird in Betrieb genommen. - Prof. Heinrich Böll wird
zum
Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
1983
Am 11. März zerstört ein
Feuer den Dachstuhl des Zeughauses. - Das Maternushaus wird am 6. April
eröffnet. - Der Rhein überschwemmt am 13. April weite Teile der
Altstadt und
Rodenkirchens. Bereits am 29. Mai steigt das Wasser noch höher. Die
Mülheimer
Gottestracht zu Fronleichnam muss ausfallen. - Am 20. Mai wird die
Raumfähre
"Enterprise" auf dem Flughafen Köln/Bonn ausgestellt. - Der 1. FC
Köln gewinnt den DFB-Pokal in einem Stadtduell gegen Fortuna Köln. -
Das
Arbeitsamt an der Luxemburger Straße nimmt am 16. September seine
Arbeit auf. -
Die Akademie för uns kölsche Sproch wird von der Stadtsparkasse Köln
als
Bestandteil der SK Stiftung Kultur ins Leben gerufen.
1984
Im Januar führt die KVB die
Zonentarife ein. - Im April wird bei einem Einbruch in St. Ursula der
Ursulaschrein schwer beschädigt. - Am 6. Juni wird im
Bundesverwaltungsamt
Amsterdamer Straße die Arbeit aufgenommen. - Domprobst Hans Werner
Ketzer stirb
am 8. August. - Der neue Rheingarten über dem Rheinufertunnel gibt der
Altstadt
ein neues Gesicht. - Am 01. September wird das Kölner Stadtmuseum nach
einem
mehrjährigen Umbau wieder eröffnet. - Der KEC wird Deutscher
Eishockey-Meister.
1985
Am 22. Mai wird das
Druckzentrum des Verlages DuMont Schauberg an der Amsterdamer Straße
fertiggestellt.
- Heinrich Böll stirbt am 16. Juli in Düren, der Kölner Literaturpreis
wird in
Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln umbenannt. - Anläßlich des Jahres
der
Romanischen Kirchen werden am 18. August in verschiedenen Prozessionen
14
Reliquienschreine zum Neumarkt gebracht. - Am 26. August wird die Köln
Musik
Betriebs- und Service GmbH gegründet, die die Philharmonie betreiben
wird. - Im
Kölner Zoo verletzen die Schimpansen Susi und Petermann einen Pfleger
sowie
Zoodirektor Nogge bei einem plötzlichen Angriff schwer und werden "auf
der
Flucht" erschossen. - Am 8. Dezember wird die erste Folge der
"Lindenstraße" ausgestrahlt.
1986
Am 6. März unterzeichnen 24
Brauereien die "Kölsch-Konvention". - Das Thermalbad in Deutz wird am
22. August bei einem Feuer völlig zerstört. - Auf das Bundesamt für
Verfassungsschutz wird ein Bombenanschlag verübt, es entsteht hoher
Sachschaden. - Die Philharmonie und das neue Wallraf-Richartz-Museum /
Museum
Ludwig werden eröffnet. - Am 7. November erreicht der Giftteppich der
Sandoz-Werke
auf dem Rhein die Stadt. Trinkwasserbrunnen werden geschlossen,
tausende Fische
verenden. - Trude Herr schließt am 20. Dezember ihr "Theater im
Vringsveedel" und wandert aus. - Der KEC wird Deutscher
Eishockey-Meister.
1987
Der KEC wird zum 5. Mal
Deutscher Eishockey-Meister, der BSC Saturn zum 3. Mal Deutscher
Meister im
Basketball. - Besuchstage in Köln: Erst kommt der Papst, dann Erich
Honecker
und schließlich Prinz Charles mit Lady Di. - Das Bürgerhaus Stollwerck
wird am
6. Juni eröffnet. - Am 18. September übernimmt die Stadt die Fläche des
Güterbahnhofs Gereon, wo der MediaPark entstehen soll. - Der
Bauer-Verlag
öffnet am 8. Oktober sein Druckzentrum in Niehl. - Am 16. Oktober
stirbt Joseph
Kardinal Höffner, am 28. Oktober Theo Burauen. - Regierungspräsident
Antwerpes
lässt am 13. Dezember die Autobahn 4 Köln-Aachen wegen Nebels sperren.
1988
RTL Plus geht am 1. Januar
auf Sendung. - Chaos im Zoo: Erst verletzt eine Elefantenkuh am 12.
Juli einen
Tierpfleger schwer und wird eingeschläfert, dann bricht am 29. Juli ein
Bär aus
seinem Gehege aus und wird erschossen. - Das erste Ringfest findet im
Rahmen
der Eröffnung des nach "alter Vorlage" fertiggestellten
Ring-Boulevards über der neuen U-Bahn statt. - Der KEC wird zum dritten
Mal in
Folge Deutscher Eishockey-Meister. - Willy Millowitsch wird zum
Ehrenbürger der
Stadt Köln ernannt. - Am 18.12. wird Joachim Meißner Erzbischof von
Köln.
1989
Am 11. Februar explodiert
in der Universität während einer Veranstaltung gegen das Regime im Iran
eine
Bombe. - Der Rat der Stadt beschließt, dass alle Ernennungen zu
Ehrenbürgern
der Stadt zwischen 1933 und 1945 von Anfang an nichtig sind. - Saturn
steigt
als Sponsor des BSC Saturn aus. Die Basketball-Mannschaft wird in
Galatasaray
Köln umbenannt. - Im renovierten Gebäude des früheren
Wallraf-Richartz-Museums
wird am 11. Juni das Museum für Angewandte Kunst eröffnet. - Das
Bundesamt für
Verfassungsschutz bezieht am 28. Juli das neue Gebäude in Chorweiler. -
Am 20.
September kommt es in Mauenheim zu einer Straßenschlacht zwischen
Polizei und
300 Demonstranten, die gegen eine Veranstaltung der Republikaner
protestieren.
- Einen Tag nach dem Fall der Mauer fährt am 10. November der erste
Trabi durch
die Stadt. - Der Colonius erhält einen Antennenaufbau und misst jetzt
266
Meter.
1990
Die Bläck Fööss feiern
ihren 20. Geburtstag. - Auf Oskar Lafontaine wird am 25. April in der
Mülheimer
Stadthalle ein Attentat verübt. - Die Basketball-Mannschaft Galatasaray
Köln
muss Konkurs anmelden und den Spielbetrieb einstellen. - Zum ersten Mal
wird
der CSD gefeiert. - Am 2. September erhält der Dom die neue Glocke "St.
Josef". - Der Verlag M. DuMont Schauberg weiht am 17. September sein
neues
Druckzentrum in Niehl ein. - Das NRW-Filmfestival entpuppt sich als
Pleiteveranstaltung.
- Am 3. Oktober finden zahlreiche Feiern zum Beitritt der DDR zur BRD
statt. -
Die Kunsthochschule für Medien wird am 15. Oktober eröffnet. - Anhänger
der
autonomen Szene werfen am 14. November zahlreiche Schaufenster in der
Mittel-
und Benesisstraße ein.

1991 bis heute
1991
Wahrhaft historisches
geschieht in der Stadt: Wegen des Golfkrieges werden alle Karnevalszüge
abgesagt. - Mit Gaffel-Light erscheint das erste kalorienreduzierte
Kölsch. -
Am 15. März stirbt Trude Herr. - In Chorweiler wird am 23. März das
"Aqualand" eröffnet. -
Am 25. April landet der
"Goldene Vogel", das Flügelauto von H.A. Schult, auf dem Turm des
Stadtmuseums. - Mit dem Fernsehsender VOX und Radio Köln erweitert sich
der
Medienstandort Köln.- John van Nes Ziegler wird zum Ehrenbürger der
Stadt Köln
ernannt. - Hans Gerling stirbt am 14. August. - Der Bau der U-und
Stadt-Bahn
nach Riehl und Niehl wird endlich fertigestellt, die Championzucht im
Tunnel
muss weichen. - In Höhenhaus werden am 12. Oktober bei Gleisarbeiten
sechs
Menschen von einem Zug erfasst und getötet. - Das erste Bauwerk im
Mediapark,
der Cinedom, wird am 20. Dezember eröffnet. - Die Hohenzollernbrücke
erhält
einen dritten Überbau für den S-Bahn-Betrieb.
1992
Seit dem 29. Februar ziehen
wieder Geisterzug durch die Stadt. - Am 13. April lässt ein Erdbeben
der Stärke
5,6 den Kölnern den Schreck in die Glieder fahren. - Mehr als 100.000
Menschen
besuchen am 9. November auf dem Chlodwigplatz beim Rockkonzert "Arsch
huh,
Zäng ussenander" und demonstrieren gegen Ausländerfeindlichkeit. - Am
22.
Dezember wird Anna-Lisa Memoli geboren, Köln ist wieder Millionenstadt.
1993
Am 1.
Juli hat die
Postleitzahl 5(000) ausgedient, der Stadt werden 45 neue Postleitzahlen
zugewiesen. - Die Rodenkirchener Brücke wird am 17. Juli nach
Fertiggstellung
eines Zwillings in doppelter Breite für den Verkehr freigegeben. - Hans
Imhoff
eröffnet das Schokoladenmuseum im Rheinauhafen, dass nur drei Monate
später -
wie der Rest der Kölner Altstadt und anderer Stadtteile - im 10,63 m
hohen
Rhein versinkt. - Der "4711-Schriftzug" auf dem Messeturm wird nach
40 Jahren durch "KölnMesse" ersetzt. - Wegen Geldmangels stellt die
Stadt den Betrieb von Brunnenanlagen und Öffentlichen Toiletten ein,
die
Öffnungszeiten der Museen werden gekürzt. - Auf das Gebäude des
Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall werden am 17. November sieben Schüsse
abgegeben. - Ein Rohrbruch verwandelt am 13. Dezember den Chlodwigplatz
in
einen 50 cm tiefen See. - Am 1. Dezember nimmt VIVA seinen Sendebetrieb
auf.
1994
Der Stadt Köln werden die
Picasso-Bilder aus der Sammlung Ludwig geschenkt. - Der Köln-Bonner
Flughafen
heißt seit dem 7. Juli der Flughafen Köln/Bonn Konrad Adenauer. - Im
Sommer
werden Fühlinger und Escher See wegen zu hoher Wasserverschmuztuung
durch
Kolibakterien gesperrt. - Prof. Dr. h.c. mult. Irene Ludwig wird zur
Ehrenbürgerin der Stadt Köln ernannt. - Tommy Engel verlässt die Bläck
Fööss.
1995
Am 29. Januar kürzt ein
Betrunkener seinen Heimweg durch das Tigergehege im Zoo ab und wird
schwer
verletzt. - Der Rhein steigt bis zum 31. Januar auf die
Jahrhundertmarke von
10,69 m und überflutet weite Teile der Altstadt. - Der KEC wird
Deutscher
Eishockey-Meister.
1996
Auf dem alten Busbahnhof
neben dem Hauptbahnhof wird das Gaudi-Zelt errichtet. - Im
Müngersdorfer
Stadion wird die "Albert-Richter-Bahn", eine überdachte Radrennbahn,
eröffnet.
1997
Mehr als 10.000 Läufer sind
beim ersten Köln-Marathon dabei. - Seit nunmehr 25 Jahren stellen sich
Künstler
in der Talentprobe einem fachkundigen Publikum.
1998
Das Verwaltungsgericht
Berlin verbietet die flächendeckenden Zonen für Anwohnerparkplätze in
Köln. -
Der Dom wird von der Unesco in die Liste der Weltkulturerbe
aufgenommen. - In
Deutz wird die mit einem Fassungsvermögen von ca. 20.000 Zuschauern
größte Mehrzweckhalle
Europas, die KölnArena, eröffnet. - In Roggendorf öffnet die
"Öffentliche
Kölner Golfsportanlage" ihre Bahnen zu den 18 Löchern. - Erstmals in
seiner Vereinsgeschicht steigt der 1. FC Köln in die 2. Bundesliga ab.
1999
Die SPD verliert erstmals nach
43 Jahren die Wahlen zum Rat der Stadt und damit den Posten des
Oberbürgermeisters an die CDU. Neuer OB wird Harry Blum. -
DuMont-Schauberg
schluckt die "Kölnische Rundschau". - Der Schibsted-Verlag bringt
"20 Minuten Köln" auf den Markt und eröffnet den "Kölner Krieg
der Gratiszeitungen". - Am 20. September stirbt Willy Millowitsch. - Im
Rheinauhafen öffnet das Deutsche Sport- und Olympia-Museum. - Dr. h.c.
Norbert
Burger wird zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt.
2000
Oberbürgermeister Harry
Blum verstirbt völlig überraschend ein halbes Jahr nach Amtsantritt.
Sein
Nachfolger als OB wird Fritz Schramma. - Das Terminal 2 am Flughafen
Köln/Bonn
nimmt seinen Betrieb auf. - Der 1. FC Köln schafft den Wiederaufstieg
in die 1.
Bundesliga, Fortuna Köln dagegen muss sich mit dem Abstieg aus der 2.
Liga
vorerst aus dem Profigeschäft verabschieden. - Die Bläck Fööss feiern
ihren 30.
Geburtstag.
2001
Das neue
Wallraff-Richartz-Museum in der Martinstraße wird eingeweiht. - Am 11.
Juli
verliert Schibsted den "Kampf der Gratiszeitungen" und stellt
"20 Minuten Köln" ein, "Köln Extra" und "Kölner
Morgen" folgen. - Der Kölner Zoo schließt aus Angst vor der Maul- und
Klauenseuche seine Pforten. - Im MediaPark wird der 148 Meter hohe
KölnTurm
fertiggestellt. - Konsul Dr. h.c. mult. Hans Imhoff und Alfred Neven
DuMont
werden zu Ehrenbürgern der Stadt Köln ernannt.
2002
Im März
tritt der ehemalige
Kölner SPD-Fraktionschef und Landtagsabgeordnete Norbert Rüther von
allen
Ämtern zurück; der Spendenskandal der Kölner SPD wird aufgedeckt. - Das
Müngersdorfer Stadion wird abgerissen und Zug um Zug durch einen Neubau
ersetzt. - Die Kölner Verkehrsbetriebe feiern ihren 125. Geburtstag. -
Der KEC
wird völlig überraschend Deutscher Eishockey-Meister. - Der 1. FC Köln
steigt
nach einer katastrophalen Saison erneut in die 2. Bundesliga ab. - Der
Bau der
neuen Nord-Süd-U-Bahn beginnt.
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